Indeländer sind in Lauerstellung

Von: Jörg Sauer
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Thomas Brosig (v.l.), Trainer
Thomas Brosig (v.l.), Trainer Johannes Dimmig und Michael Servaty halten Kriegsrat während des Erfolgs im wichtigen dritten Doppel gegen den TTC Hagen. Foto: Kròl

Jülich. Auch wenn Indelands Cheftrainer Johannes Dimmig nach der Niederlage in Bergneustadt den Titel des Zweitligameisters öffentlich abschrieb, brachte der sehr ordentliche 9:5-Heimerfolg über den TTC Hagen die Jülicher am Sonntag wieder verdächtig nahe an die Tabellenspitze heran.

Eigentlich waren sich alle Experten vor dem Spiel einig: Es wird alles außer ein Kantersieg für Hagen oder Jülich. Zu ausgeglichen sind beide Teams. Und so kam es auch! Gestärkt aus der Pleite in Bergneustadt schritten die Indeländer in das Heimspiel und gewannen prompt zwei Doppel. Jülichs Spitzendoppel Walther/Halcour siegten locker gegen die Altmeister Fejer-Konnert/Böhm. Brosig und Servaty hatten gegen Berkenkamp/Potthoff mehr Mühe, aber sie gewannen das wichtige dritte Doppel und brachten den TTC mit 2:1 in Führung. Die Zeichen standen also schon früh auf die angesagte Wiedergutmachung für die jüngste Katastrophe.

Die beiden erfolgreichsten Jülicher, Ricardo Walther und Thomas Brosig, legten also bereits im Doppel den Grundstein für ihren erfolgreichen Arbeitstag in der ordentlich besuchten Jülicher Nordhalle. Ingesamt steuerten die beiden Indeländer sechs Punkte zum Triumph der Herzogstädter bei. TTC-Coach Dimmig kommentierte: „Auch wenn wir eine tolle Mannschaftsleistung geboten haben, muss ich Ricardo und Thomas positiv herausstellen.”

Für Michael Servaty, der im ersten Durchgang überraschend glatt gegen Andreas Fejer-Konnert verlor, hatte der Coach ebenfalls freundliche Worte übrig: „Gegen Spielertypen wie Fejer-Konnert trainiert Michael so gut wie nie. Deswegen war es fast klar, dass er gegen diesen erfahrenen Spieler nicht gewinnen kann. Aber trotzdem bewerte ich seine Entwicklung sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass wir ihm in der kommenden Saison sogar die Chance geben, im mittleren Paarkreuz zu punkten.”

Zum wichtigen 7:5 gepunktet

Im zweiten Durchgang ließen die Jülicher nichts mehr anbrennen. Auch der junge Belgier Lauric Jean agierte im Rahmen seiner Möglichkeiten: Er schlug Dragan Subotic und punktete zum wichtigen 7:5. Zu diesem Zeitpunkt war der Punkt enorm wichtig, denn zuvor kamen die Gäste nach einer Niederlagenstafette von Halcour, Strack und Servaty zurück ins Match und glichen zwischenzeitlich sogar zum 5:5 aus.

Nach beiden Siegen im oberen Paarkreuz biss sich Brosig gegen Böhm durch, Halcour hatte wenig Mühe gegen Berkenkamp, schließlich besiegelte Stracks 3:2-Arbeitssieg gegen Fejer-Konnert Indelands achten Saisonsieg und die damit verbundene Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz.

Coach Dimmig resümierte den sportlichen Vortrag: „Ich will unsere Leistung nicht überbewerten. Wir haben ordentlich gespielt, aber wir müssen auf dem Teppich bleiben. Wir werden auch noch einige Herausforderungen zu meistern haben, die uns noch einige Punkte kosten können.”

Hiermit spielte Dimmig auch auf die Diskrepanzen mit dem flämischen Tischtennisverband an, der möglicherweise für das wichtige Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Hertha BSC Berlin keine Freigabe für Lauric Jean erteilen wird.
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