Koslar - In Welf Schiefers Bildern gibt es viel zu entdecken

In Welf Schiefers Bildern gibt es viel zu entdecken

Von: Kr.
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Sie freuten sich über die zahlreichen Gäste, die zur Ausstellungseröffnung in den De Nickel-Schuppen gekommen waren: (v.l.) Matthias Brakel, der die musikalische Umrahmung übernahm, Welf Schiefer und Anja Schlader. Foto: Król

Koslar. Furios, skurril, feinsinnig, tiefgründig, manchmal ein wenig unheimlich, aber auch humorvoll und witzig und zeichnerisch meisterhaft umgesetzt, so bezeichnete Dr. Iris Nestler die Arbeiten des Hamburger Künstlers und Grafikers Welf Schiefer, die bis zum 20. November jeweils Freitag und Samstag von 17 bis 19 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Koslarer de Nickel-Schuppen zu sehen sind.

Über Otmar Alt und seine Stiftung erlangte Welf Schiefer ein Stipendium in Hamm und damit kam auch die Verbindung zum Hause Schlader und zum de Nickel-Schuppen zustande. Anja Schlader, die im Namen der Familie die zahlreichen Gäste begrüßte, freute sich sehr, diesen Künstler und seine Arbeiten vorstellen zu können.

Sie erfordern Zeit und beanspruchen die ganze Aufmerksamkeit des Betrachters, denn es gibt eine Unmenge zu entdecken. Jedes einzelne Werk erzählt seine ureigene Geschichte. Mal lässt sich der Künstler von Märchengestalten oder Protagonisten aus der Literatur wie in seinem Zyklus Jekyll and Hyde oder die Buddenbrocks inspirieren. Mal taucht Aschenputtel darin auf, und mal sind es aktuelle Themen oder eigene Geschichten, die er in seinen Bildern verarbeitet.

Meist so erklärt er, entstehen seine Zeichnungen bei der Arbeit. So wirken seine Phantasiegestalten aus der Tier und Menschenwelt, seine Formen, Farben und Linien wie kräftig durchmischt und dann willkürlich aufs Papier geworfen. Doch sie haben ihre Ordnung und sind durchdachte Bildkompositionen, die auch von der Freude des Künstlers am Schaffensprozess erzählen.

Staunen und locken

Und es sind spannende Bilder, in die der Betrachter seine eigene Fantasie mit einbringen und immer neue Geschichten entdecken kann. „Sie machen uns neugierig, lassen uns staunen und locken uns ins Bild“, erklärte Dr. Nestler, die den Künstler zur Ausstellungseröffnung vorstellte. Sie schloss mit den Worten: „Seine Werke zeigen einen klaren Standpunkt und werden sich im Kunstgeschehen zu behaupten wissen.“

1980 in Leer, Ostfriesland, geboren, absolvierte Welf Schiefer ein Studium für Grafik Design an der FH Hildesheim und schloss noch ein Studium für freie Grafik und Malerei an. Dies spiegelt sich auch in seinen Arbeiten wieder, deren Schwerpunkt in der Druckgrafik liegt. Die grafischen Elemente überwiegen. Neben den Radierungen präsentierte der Künstler allerdings auch eine Reihe von Malereien und Zeichnungen, in denen sich verschiedene Techniken mischen. So malt zeichnet und überklebt er in diesen Bildern arbeitet mal mit Bleistift, Tusche und Farben und gibt ihnen damit und in ihrem Detailreichtum einen ganz eigenen Reiz.

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