Jülich/Niederzier - In Jülich wird die deutsch-türkische Schulverbindung gefeiert

In Jülich wird die deutsch-türkische Schulverbindung gefeiert

Von: ptj
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Die große Bedeutung des kulturellen Austausches unterstreicht die Schulpartnerschaft der Gesamtschule Niederzier-Merzenich und der„Atatürk Lisesi“-Schule in Izmir. Der deutsch-türkische Austausch wurde mit einem Abschlussfest im Brückenkopf-Park gefeiert. Foto: Jagodzinska

Jülich/Niederzier. „Wenn die Mächtigen der Welt ihre Probleme im Miteinander haben, dann ist es wichtig, dass im Kleinen die Kontakte intensiv gepflegt werden“. Das sagte Hermann-Josef Gerards am Wochenende in Jülich und hatte einen eher ungewöhnlichen Schüleraustausch im Blick.

Er ist vielen als Leiter der Gesamtschule Niederzier/Merzenich bekannt, der inzwischen verabschiedet worden ist und in den Ruhestand tritt.

Die Einrichtung engagiert sich als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ im Aktionsbündnis. Die Gesamtschule führt vier Schulpartnerschaften, unter anderem seit etwa zehn Jahren einen intensiven Austausch mit der „Atatürk Lisesi“-Schule in Izmir.

„Man besucht sich zwischen den Familien“, informierte Gerards. Den Schulaustausch betreut von deutscher Seite Gesamtschulrektorin Özlem Kayan-Özsoy. Bei der Schule in Izmir handele es sich um eine „ähnliche Langzeit-Schulform wie hier, die zum Abitur führt“, klärte Gerards über die türkische Schule auf, die an die achtjährige Grundschule anschließt und wie die deutsche Gesamtschule zur Allgemeinen Hochschulreife führt.

Zu gefährlich

„Die Situation in Izmir ist sehr westlich geprägt“, die türkischen Austauschpartner seien damals auf „uns aufmerksam geworden“. Weil aus politischen Aspekten zu gefährlich, hat Gerards die Reise nach Izmir im laufenden Jahr nicht genehmigt, hieß aber im Gegenzug die türkischen Gäste nun sehr gern im Jülicher Land willkommen.

Türkische Deutschlehrerinnen aus Izmir und deutsch-türkische Lehrer aus Niederzier-Merzenich vermitteln zwischen den Kulturen und beantworten gerne Fragen der rund 20 türkischen Austauschschüler. Davon gab es einige.

So wollte der 15-jährige Aziz Demir wissen: „Warum liegt hier kein Müll auf den Straßen?“ Dem gleichaltrigen Efe Çetinkaya fiel das Fehlen herrenloser Hunde und Katzen in Deutschland auf. Besonders gut gefielen Efe „feste Regelungen“ und die „Disziplin deutscher Autofahrer“.

Die etwa 70-köpfige Gruppe aus türkischen Gästen und deutschen Gastgebern picknickte ausgiebig im Apfelquadrat des Brückenkopfparks und kam in den Genuss einer interessanten Zooführung. Fördervereinsvorsitzender Dr. Markus Bohner hatte die Dankeschön-Aktion für die Gastfamilien und das Abschiedsevent für die türkischen Gastschüler organisiert.

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