In der Zukunftswerkstatt entstehen Ideen für nachhaltige Energieversorgung

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Zukunftswerkstatt: Studenten präsentieren Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung eines Internates in Indien. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Die Zelte stehen noch, doch die meisten Studenten sind mit ihren Schlafsäcken ins Solar Institut gezogen. Eine Unwetterwarnung trieb sie vom Camp ins Gebäude. Nun stehen die Studenten im Foyer an Stehtischen, warten auf den Beginn der nächsten Veranstaltung.

Seit rund zwei Wochen sind sie zusammen, besuchen Vorträge und Workshops, beteiligten sich an Exkursionen zum Thema Erneuerbare Energien im Rahmen der 30. Summer School Renewable Energy am Solar Institut Jülich der FH Aachen.

25 Teilnehmer sind es insgesamt, darunter sechs Frauen. „Ich habe sehr viel Neues dazugelernt“, sagt Karoline Mester, die Nachhaltigkeitsökonomie-Management an der Uni Oldenburg studiert. Mester schätzt das technische Know- how, das sie in Jülich vermittelt bekommt.

Auf dem Programm stehen die Besichtigung der Biogasanlage Gangelt, Geothermie, Umweltpsychologie, Solare Kühlung, Entwicklungsländertechnologie, Brennstoffzellen oder Speichersysteme.

Nun, zum Ende der Summer School werden die neu erworbenen Kenntnisse angewendet. In einem Workshop, der sogenannten Zukunftswerkstatt, organisiert von den Ingenieuren ohne Grenzen, beschäftigen sich die Teilnehmer mit einem konkreten Projekt. Ein Internat für 320 Schüler in Indien soll mit einer nachhaltigen Energieversorgung ausgestattet werden. Probleme bereiteten verunreinigtes Trinkwasser und die finanzielle Belastung durch hohe Energie-und Rohstoffkosten.

Die Präsentation der einzelnen Gruppen steht bevor, Nervosität macht sich breit. Denn: Die Arbeiten werden von einer Jury bewertet. Das sind Iris Witt von der Heinrich Böll Stiftung NRW, Dr. Stephan Peters von den Ingenieuren ohne Grenzen, Mitglieder der Kompetenzgruppe Interkulturelle Kommunikation sind dabei und Philipp Wedding, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Solar Instituts Jülich.

David Kilian, Student aus Wien, und Christopher Wurst aus Karlsruhe erzählen noch schnell, was das Besondere an der Summer School ist: „Der Austausch ist gut“, sagt Wurst, man habe die gleiche Denkart, den gleichen Antrieb, „obwohl jeder mit seiner eigenen Art und Weise an die Dinge herangeht“.

Jeder auf seine Art und Weise – so lösen die Teilnehmer auch die Probleme des indischen Internats und ernten viel Lob von der Jury für ihre kreativen Ideen.

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