In der Katholischen Grundschule endet die Kreidezeit

Von: Antonius Wolters
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Die „Kreidezeit“ ist längst vorbei: Die neue Rektorin der Katholischen Grundschule Jülich schreibt ihren Namen auf ein Smartboard. Foto: Wolters

Jülich. Als am Ende des Gesprächs die Frage nach dem Hintergrund für ein passendes Bild aufkommt, und eine altmodische Schiefertafel vorgeschlagen wird, muss Diana Prömpers – „Wir haben keine einzige grüne Tafel mehr“ – mit den Achseln zucken.

Den Untergrund für staubige Kreide gibt es im flammneuen Gebäude der Katholischen Grundschule Jülich (KGS) nämlich gar nicht. Die Lehrerinnen machen sich auf sogenannten Whiteboards oder Smartboards in Schriftform ihren Schützlingen gegenüber verständlich. Zwischen Oster- und Sommerferien war Prömpers noch Dienerin zweier Schulen: einmal als Konrektorin der Gemeinschaftsgrundschule Linnich und gleichzeitig als Leiterin der Katholischen Grundschule der Stadt Jülich.

„Seit den Sommerferien bin ich komplett hier“, ist die 43-Jährige ganz froh, dass die Pendelei inzwischen Vergangenheit ist und sie sich ganz auf die KGS konzentrieren kann. „Ich bin ein Jülicher Mädchen“, schließt sich zudem der Kreis für Diana Prömpers, die in Koslar geboren wurde und am Gymnasium Zitadelle ihr Abitur ablegte.

Es folgten das Studium in Münster und das Referendariat in Inden, bevor sie ihre erste Stelle in Mönchengladbach antrat, wo sie neun Jahre tätig war. Die kürzere Entfernung zur Heimat führte dazu, dass Prömpers sich für die freie Stelle der Konrektorin an der GGS Linnich bewarb, wo sie weitere acht Jahre wirkte, bevor sie die Nachfolge von Fred Reinartz an der KGS Jülich reizte.

Hier bildet sie inzwischen „ein sehr gutes Team“ mit Konrektorin Ruth Schall. Dass Diana Prömpers auch eine Portion Ehrgeiz mitbringt, hat sie nicht zuletzt an der Tischtennisplatte bewiesen. Mit dem TuS Langerwehe ist sie seit fast zehn Jahren in der Damen-Bezirksliga aktiv und gibt ihre Kenntnisse als Übungsleiterin bei der BSG des Forschungszentrums weiter.

Hier feierte sie mit Silber bei den Deutschen Betriebssport-Meisterschaften ihren größten Erfolg. Zudem ist sie Westdeutsche Meisterin im Einzel und Doppel.

Während Prömpers die Leitungsposition anstrebte, sagt Stellvertreterin Ruth Schall: „Ich habe mich bewusst für das Konrektoren-Amt entschieden.“ Seit 1998 ist sie im Amt und kennt die Schule aus dem Effeff. In der KGS werden 250 Schülerinnen und Schüler in elf Klassen unterrichtet.

Während in den Klassen 1 und 2 jahrgangsübergreifend gearbeitet wird, folgt in den Klassen 3 und 4 ein jahrgangsbezogener Unterricht. Das 15-köpfige Kollegium besteht ausschließlich aus Lehrerinnen, was Diana Prömpers ein wenig bedauert.

„Ich habe einen Mann im Kollegium immer als Bereicherung erlebt.“ „Quoten-Mann“ an der Schule ist ein Sozialpädagoge, der die Übermittagsbetreuung übernommen hat.

Diana Prömpers sieht an der KGS Jülich als einziger Bekenntnisschule in Trägerschaft der Stadt die „große Chance, das Leben und Lernen im christlichen Miteinander zu fördern“.

Das neue wunderschöne Schulgebäude, dessen Möglichkeiten es auszuschöpfen gelte, und dessen optimale Ausstattung böten die allerbeste Ausgangssituation. So gelte es, die Anmeldezahlen so stabil zu halten, dass der Standort langfristig gesichert ist. Einziges Projekt in Sachen Ausstattung ist die Fertigstellung der Schülerbücherei.

Auf pädagogischer Seite liegt der neuen „Chefin“ insbesondere das Thema Inklusion am Herzen, zumal sie bis Anfang Februar als Inklusions-Koordinatorin wirkte. So unterstützte sie die Schulaufsicht bei der Beratung von Schülern und Eltern und organisierte Fachtagungen, „denn die Inklusion kann nur in Netzwerken gelingen“.

Weil ihr das Thema Inklusion so wichtig ist, plädiert Prömpers dafür, die weiteren Schritte langsam anzugehen. Diana Prömpers verspricht: „Die Inklusion wird uns nicht unvorbereitet treffen.“ Für das komplett behindertengerecht gebaute Schulgebäude gilt das längst.

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