Improvitsationstheater „Fliegender Wechsel“ in der LVR-Förderschule

Von: Kr.
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Das Improvisationstheater „fliegender Wechsel“ war in der LVR Förderschule in Linnich zu Gast. Foto: Kròl

Linnich. Das Publikum wusste nicht, was es bei der Benefizveranstaltung in der LVR-Förderschule in Linnich zu erwarten hatte, ebenso wenig wie die Akteure auf der Bühne – und das ist es, was den Reiz am Improvisationstheater „Fliegender Wechsel“ aus Aachen ausmacht.

Das Publikum gibt das Geschehen vor, die Schauspieler agieren, und steht das Ensemble erst einmal auf der Bühne, gibt es kein Zurück mehr. Schlagfertigkeit und äußerste Konzentration müssen die Akteure mit bringen, denn in Sekundenschnelle stellen sie sich auf die Zurufe aus dem Publikum ein, müssen gleichzeitig auf das reagieren, was die Kollegen vorgeben.

„Da steht man auch schon einmal völlig neben sich. Am besten fängt man dann mit einem ersten Schritt an, und der Rest kommt von alleine“, erklärte Claudia Weber, die mit ihren Kollegen und Kolleginnen Claudia Schumacher, Monika Paier, Francesco Cellentino und Mark Weber sowie Musiker Erik Werner nach Linnich gekommen war. Sie hatte auch die Kontakte hergestellt, hatte sie doch etliche Jahre an der Förderschule als Kinderkrankenschwester gearbeitet.

Für die Abschlussklassen spielten das Ensemble an diesem Abend, damit sie zum Ende ihrer Schulzeit auf große Fahrt gehen konnten. „Fünf, vier, drei, zwei, eins und los!“ Monika Paier gab das Kommando, und aus völlig unzusammenhängenden Begriffen, die vom Publikum eingebracht wurden, entstanden die skurrilsten Geschichten.

Erstaunlich war, was man aus Worten wie Blankenese, Zahnarzt, Louisa und Banane herauslesen, gleichzeitig noch auf ein Kommando hören und stets die richtige Drehung vollführen kann. So etwas erfordert höchste Konzentration.

Allroundtalente

Es wurden Begriffe erraten, die der Partner durch Gesten deutlich machte, es wurde getanzt, gesungen und gedichtet, denn alle Akteure auf der Bühne sind Allroundtalente. Sie alle gehen zwar einem Beruf nach und betreiben das Improvisationstheater als Hobby, doch ihr Handwerk haben sie in Schauspiel-, Tanz- und Gesangunterricht erlernt. So wurde ihre Darbietung durchaus auch höheren Ansprüchen gerecht.

In ihren Sketchen zeigten die Akteure die ganze Bandbreite ihres Könnens, überraschten mit Schlagfertigkeit und ungeahnten Wendungen. Sie kennen sich in jedem Genre aus, setzten die Themen ganz verschieden um, und so wird aus ein und derselben Geschichte mal ein Western, mal ein Liebesdrama oder gar ein Musical. Sie reagieren auf Fingerschnipsen ebenso wie auf Zuruf und überraschten immer wieder durch ihre spontanen Einfälle – zum Vergnügem des Publikums.

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