Immer mehr Jülicher Kinder nehmen an den Leseclubs teil

Von: ptj
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207 lachende Kinder zaubern mit Hilfe von Zauberkünstler Felix Wohlfarth wieder Buchstaben in leere Seiten. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Es werden jedes Jahr mehr Kinder.“ Darüber freute sich die stellvertretende Büchereileiterin Yvonne Schroiff mit Blick auf 334 Menschen in der Aula der Sekundarschule, darunter 207 lachende Kinder in Begleitung von Eltern und Geschwistern.

Anlässlich des zehnten Jubiläums des Sommerleseclubs (SLC) hatte das Büchereiteam, angeführt von Leiterin Birgit Kasberg, eine gemeinsame Feier mit dem Juniorleseclub (JLC) beschlossen. Deshalb war der Kulturbahnhof aus Brandschutzgründen als Veranstaltungsort ausgefallen.

179 junge Leser hatten beim JLC teilgenommen, davon 153 erfolgreich. Der SLC zählte 147 Teilnehmer, 116 unter ihnen hatten bestanden. Die erfolgreichen Leser hatten es geschafft, in den Sommerferien mindestens drei Bücher aus den abwechslungsreichen 580, größtenteils neuen Titeln zu lesen, natürlich auf die Lesekompetenz der beiden Clubs abgestimmt.

Zur Lesekontrolle erzählten sie dann den Lesepaten, Fördervereinsmitgliedern oder erstmalig den „Sommerlesepaten“ ab Klasse 9 aus dem Inhalt des Buches und erhielten dafür je einen Stempel in ihr Leselogbuch. Als Sommerlesepaten eingebunden waren auch die Auszubildenden der Stadt Jülich.

Gewinner unter den weiterführenden Schulen, ermittelt durch den Prozentsatz der erfolgreichen Schüler, war das Gymnasium Zitadelle vor Haus Overbach. Bei den Grundschulen setzte sich die KGS vor der GGS Ost durch. Beide Siegerschulen durften als Gewinner zum dritten Mal in Folge ihre Pokale behalten.

Bevor der scheidende VHS-Dezernent Günter Vogel die Schulpreise vergab und als Los-Fee für die Sonderpreise fungierte, gestaltete Zauberkünstler Felix Wohlfarth aus Potsdam mit seiner auf die Leseveranstaltung maßgeschneiderten Zaubershow unter dem Motto „Hokus Pokus Fidibücher“ das Highlight der Veranstaltung.

Wohlfarth belustigte sein Publikum zunächst mit „lustigen Zeitungsartikeln“ und setzte die Zeitungsenten per Zauberhand zu einer vollständigen Zeitung zusammen. Als er sein erstes „echtes Zauberbuch“ präsentierte und die Kinder entdeckten, dass „da gar nichts drinsteht“, füllten die Kids die weißen Seiten mit schwungvollen Gesten wieder mit Buchstaben. Sehr viel Spaß bei einem Buchstabenverwirrspiel hatte ein 12-jähriger Freiwilliger aus dem Publikum, dessen Lieblingsbuch „Warrior Cats“ heißt.

Fingergymnastik wie „Daumenknoten“ waren angesagt, als „das dickste Buch aus der Bücherei“, nämlich das „große Sportbuch“ mit drei verschieden langen Springseilen gefüllt war, allesamt zu kurz zum Springen. Eine zweite Freiwillige bat der Zauberkünstler in die Mitte der Aula, um zu beweisen, dass er seinen Lieblings-Krimi „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ auswendig kennt. Kurzum, Wohlfarth brachte er sein Publikum zum Staunen und Lachen und erfüllte es gleichzeitig mit Stolz darauf, lesen zu können.

Bei den „besonderen“ Dankesworten an elf Sponsoren brachte Kasberg am Rande der spaßigen Veranstaltung wieder einen für die Bücherei wichtigen Aspekt in den Vordergrund: „In diesem Jahr wäre die Durchführung der Leseclubs nicht ohne die Unterstützung vieler Sponsoren und Helfer möglich gewesen“.

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