Im Ruhrgebiet geht es für den TTC Indeland um den Titel

Von: Antonius Wolters
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In der Rückrunde der 2. Tischtennis-Bundesliga haben sich Ewout Oostwouder (l.) und Lauric Jean als stärkstes Doppel des TTC Indeland erwiesen und auch im Einzel ihre aufsteigende Tendenz bestätigt. Foto: Kròl

Jülich. Zum Saisonfinale der 2. Tischtennis-Bundesliga muss der TTC Indeland einen „nicht gewollten Doppelspieltag“ absolvieren, wie Manager Arnold Beginn das Entgegenkommen gegenüber dem TTC Ruhrstadt Herne umschreibt.

So treten die Herzogstädter heute um 18 Uhr in der Ruihrstadtarena beim Tabellensiebten an, übernachten in einem Sporthotel am dortigen Trainingszentrum und treten am Sonntag um 14 Uhr beim BV Borussia Dortmund an, in der Tabelle eine Position höher als Herne platziert.

Die Indeländer haben es am Wochenende noch in der Hand, Zweitliga-Meister zu werden. Dazu müsste der TTC allerdings zwei klare Siege in die Waagschale werfen, denn Spitzenreiter ASV Grünwettersbach hat bei einem eigenen Sieg am Sonntag in Weinheim dank des besseren Satzverhältnisses die besten Chancen, den Titel unter Dach und Fach zu bringen. Selbst der Tabellenzweite Passau hat einen Verlustpunkt dahinter noch die Chance, den Platz an der Sonne zu erobern, wenn Jülich und Grünwettersbach patzen sollten, was indes wenig wahrscheinlich ist.

Doch die Tatsache, dass jeder jeden schlagen konnte, machte den besonderen Reiz in der zu Ende gehenden Zweitliga-Saison aus, die so manche Kapriole geschlagen hat. Eine davon war die erste und einzige Heimniederlage der Jülicher, die mit 0:6 gegen den heutigen Gastgeber Herne auch noch ziemlich deftig ausfiel. „Das ist eine Niederlage, die ich bis heute nicht begreifen kann“, bekennt Manager Beginn, „weil sie auch noch verdient war“.

So brennen die Herzogstädter auf Revanche. Kurz vor dem Start der Tischtennis-WM in China treten sie komplett an. Speziell ist die Partie im Pott nicht allein wegen des Hinspiels, sondern auch durch die Tatsache, dass das schwedische Talent Anton Källberg und David Mc Beath in Reihen des TTC Ruhrstadt zur Trainingsgruppe von Yo-shihiro Ozawa gehören und Lauric Jean in der vergangenen Saison eine einjährige Stippvisite in Herne absolvierte, bevor der zurück ins Indeland kehrte.

Während die Akteure letztjährige Bundesliga-Absteigers eine eher durchwachsene Saison gespielt haben, die phasenweise mit einem Abgleiten in die Nähe der Abstiegsränge verbunden war, haben die Indeländer einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Das gilt insbesondere für Ewout Oostwouder und Lauric Jean, die dem Doppel Mühlbach/Ozawa in der Rückrunde den Rang abgelaufen haben und auch in den Einzeln als fleißige Punktesammler aufsteigende Tendenz zeigen.

Nicht umsonst haben sich beide Spieler in der Heimat als Landesmeister durchgesetzt und werden nach dem Zweitliga-Wochenende nach china zur WM reisen. So sollte die Form stimmen, um die heutigen Gastgeber in die Schranken zu verweisen.

Das gilt in gewisser Weise auch für das Sonntagsspiel bei der launischen Borussia in Dortmund, die zuletzt daheim Herne mit 0:6 unterlag. „Wenn die komplett sind, tun wir uns schwer, wir haben in Dortmund aber noch nie verlor“, gibt der Manager die Tendenz vor.

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