Im rheinischen Tischtennis-Derby muss nur Köln punkten

Von: Antonius Wolters
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Abschiedsspiel gegen den 1. FC Köln: Lauric Jean (v.l.), Martin Allegro, Hermann Mühlbach und Peter Sereda vom TTC werden getrennt. Foto: Kròl

Jülich. Mit dem rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln beschließt der TTC Indeland Jülich am Sonntag um 14 Uhr in den heimischen Nordhalle an der Berliner Straße einigermaßen zufrieden die laufende Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga.

Die Gastgeber, die zu Beginn der Spielzeit einen Platz unter den ersten drei Mannschaften angepeilt hatten, haben bereits am vergangenen Spieltag mit dem Heimsieg gegen Saarbrücken TT II die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach gebracht, wozu einmal mehr das untere Paarkreuz die entscheidenden Punkte beigesteuert hat.

Die Gäste aus der Domstadt sind dagen als Drittletzter noch nicht endgültig vor dem Abstieg gerettet. Sie beobachten mit mindestens einem Auge den Liveticker der Partie des Vorletzten TTC Frickenhausen, der zeitglich bei Borussia Dortmunf antreten muss. Gelingt Kökn mindestens ein Punktgewinn, sind sie aller Sorgen ledig und haben den Klassenerhalt in der Tasche.

Ein Spiel ohne Druck

„Wir spielen ohne Druck“, sagt TTC-Manager Arnold Beginn, der diese Konstellation als Fluch und Segen erachtet. „Sie werden versuchen, sich anzustrengen“, kann er nicht recht einschätzen, wie konzentriert die Mannschaft ihre letzte _Hausaufgabe angeht, zumal nach der Partie die Verabschiedung von Spielern ansteht. „Wir haben selten so tolle Spieler gehabt“, schwingt in den Worten des Managers auch ein gutes Schuss Wehmut mit, zumal das Team über mehrere Jahre fast unverändert zusammengeblieben ist. So wird Mannschaftskapitän Hermann Mühlbach nach fünf Jahren im TTC-Trikot Mannschaft und Verein verlassen.

Peter Sereda bester Spieler

Gar zum besten Spieler im unteren Paarkreuz hat sich in der Rückrunde der Slowake Peter Sereda entwickelt, der fast schon seine Karriere beendet hatte, bevor er kurz vor Saisonbeginn das Werben aus Jülich erhörte und hier ein tolles Comeback gefeiert hat. Fehlen wird aus der Stammformation nur der japanische Publikumsliebling Yoshihiro Ozawa, der sich in der Partie gegen Bad Köningshofen aufgrund mangelnder Einstellung selbst aus dem Team katapultiert hatte.

Vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln konstatiert Manager Arnold Beginn Schwächen im oberen Paarkreuz und ein Übergewicht im unteren. Letztlich würden die Doppel entscheiden und die Einstellung, glaubt der Manager, der aber zuversichtlich ist, dass die lange Serie ungeschlagener Spiele in der Nordhalle anhält. So glaubt das Manager-Urgestein, dass der TTC mit einem knappen Sieg die Stimmung für die anschließende Abschiedsparty im Lokal Maiblömche in Lich-Steinstraß selbst anheizt.

Drei Verträge ausgehandelt

Derweil basteln Manager Arnold Beginn und Präsident Mike Küven schon an der Mannschaft für die nächste Saison. Unter der Woche waren sie im Tischtennis-Leistungszentrum in Saarbrücken und bestaunten die dortigen Trainingsmöglichkeiten, die sie darin bestärkt haben, die Kooperation mit dem 1. FC Saarbrücken TT zu intensivieren. „Spitzensport hat nur mit Partnern Zukunft“, lautet seit dem Besuch das Credo des Managers, der die Verträge mit drei neuen Spielern schon ausverhandelt hat. Es fehlen jeweils nur noch die Unterschriften unter dem Papier. So lange mag Beginn auch keine Namen nennen. Es werde dabei auch wieder ein fünfter Mann verpflichtet werden, verrät Beginn, „es geht ja nicht anders“.

Und eine Überraschung hat der lang gediente Manager auch noch parat: Die anhaltend guten Leistungen haben sich für Peter Sereda dergestalt gelohnt, als er in der kommenden Saison zu einem Tischtennis-Bundesligisten wechseln wird. Somit schafft zumindestens ein Spieler aus dem aktuellen Kader zum Ende der Spielzeit den Sprung in die Tischtennis-Eliteklasse.

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