Im Kulturbahnhof gibt‘s wieder „watt zum Lachen“

Von: Mira Otto
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Herr Schultze und Herr Schröder traten innerhalb der Reihe „Watt zum Lachen“ auf. Dabei bot das Duo ein höchst abwechslungsreiches Programm. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Foto: Mira Otto

Jülich. Innerhalb der Comedy-Reihe „Watt zum Lachen“ präsentierten die beiden Kunstfiguren Herr Schultze und Herr Schröder im Kulturbahnhof (KuBa) ihr Programm „Frog ’n‘ Chips“.

Die Show wurde aufgrund der zahlreichen Witze und Artistik-Einschübe immer wieder für die Besucher zum unterhaltenden Event, das die Lackmuskeln im höchsten Maße trainierte.

So eröffneten die beiden Deutsch und Englisch sprechenden Briten Herr Schultze und Herr Schröder, die eigentlich Andreas Wiegels (Schröder) und Christian Klömpken (Schultze) heißen, die Veranstaltung mit einer Rap- und Beatbox-Einlage. Womit wohl keiner gerechnet hätte, als die beiden zuvor in ihren grauen Anzügen, dickrandigen Brillen und mit strengem Seitenscheitel die Bühne betraten.

Diese Vorstellung gipfelte dann in einem Breakdance von Schröder, welcher von erstaunten Ausrufen und Applaus des Publikums begleitet wurde. „Das hätte Helene Fischer nicht besser machen können“, feixte daraufhin Schultze und Schröder witzelte weiter: „Nur ganz atemlos.“ Das Publikum lachte auf und klatschte.

Ganz dem Titel entsprechend tauchte im Verlauf auch immer wieder die Handpuppe Froschcois le Frog auf, die laut den Comedians während der Reise von England „ins Ruderboot gehüpft“ sei. Der freche Forsch, der von Herr Schröder mit bestechend französischem Akzent synchronisiert wurde, unterbrach immer mal wieder das Programm der beiden Unterhaltungskünstler.

Auf der Insel ausgesetzt

„Je suis eine verzauberte Prinzessin. Küss mich“, forderte der Frosch prompt nach der Pause von Herr Schultze. Dieser erwiderte: „That is disgusting. Das ist widerlich.“ Mit der Beleidigung: „Ihr seid doch nur Engländer, weil ihr auf einer Insel ausgesetzt wurdet“, verschwand Froschcois wieder hinter seinem Vorhang.

Nach mehreren artistischen Vorführungen, wobei es meistens um die Jonglage ging, kam es wohl zum künstlerischem Höhepunkt des Abends, als das Duo von den Hörern die Nennung eines beliebigen Filmtitels forderte, um diesen dann nachzuspielen. „Der weiße Hai“, brüllte eine Frau. Erstaunte Reaktionen im Publikum. Einige lachten bereits jetzt. Für einen Moment pure Ratlosigkeit auf der Bühne. Man konnte beobachten, wie Herr Schultze und Herr Schröder einen kurzen Augenblick fragende Blicke austauschten.

Es folgte eine geniale Show. „Hier kommt der Zoowärter vom weißen Hai“, deutete Herr Schröder auf seinen Kollegen. Der nun übellaunige Zoowärter startete daraufhin die Jagd auf Moby Dick. Das Publikum kugelte sich vor Lachen, als Herr Schröder wieder als Inuit der Antarktis mit einem Besenstil auf die Bühne paddelte. Auf einmal tauchte der Frosch wieder auf: „Ich bin der weiße Wal.“

Die Reihe von Verwechslungen, die Schröder auf das Bühnenparkett legte, machte die Show, nach den Reaktionen der Besucher urteilend, nur noch komischer. Schlussendlich mimte Schultze die Harpune, indem dem er sich so lang wie möglich in die Höhe streckte. „Mein Vater und mein Großvater sind schon Harpunen gewesen. Schieß mich ab.“

Zu dem dargebotenen Programm sagte Besucherin Inge Schumacher: „Die beiden sind super witzig, geistreich und unheimlich vielseitig. Die haben alles Mögliche im Repertoire: Sprachspiel, Artistik bis hin zum Puppenspiel.“ Ein nennenswertes Detail berichtete der Leiter des Kulturbüros Christoph Klemens: „Herr Schultze und Herr Schröder sind im KuBa alte Bekannte. Sie sind 1997 während der Eröffnungsveranstaltungen aufgetreten.“

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