Im Ernstfall wäre nicht genug Löschwasser im Mühlenend vorhanden

Von: ma.ho.
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Stadtbrandinspektor Dr. Ralf Kunkel (1.Reihe l.) nutzte das Broicher Feuerwehrfest, um einige Beförderungen auszusprechen und zwei Broicher Kameraden in die Ehrenabteilung zu übernehmen. Foto: Horrig

Broich. Die Freiwillige Feuerwehr Jülich, Löschgruppe (LG) Broich, eröffnete ihr traditionelles Feuerwehrfest mit einer Löschübung des Löschzuges 3 der Jülicher Wehr (LG Barmen, LG Broich, LG Koslar).

Als Szenario stellte man einen Lagerhallenbrand bei einer Elektrofirma im Mühlenend nach, bei dem gleichzeitig auch drei Personen vermisst wurden. Diese galt es neben den Löscharbeiten zu finden, zu retten und dem Rettungsdienst zu übergeben. Unter großem Interesse der Bevölkerung verlief die Übung ordentlich, obwohl sich die Raumverteilung in diesem Bereich Mühlenend für die zahlreichen Einsatzfahrzeuge doch recht schmal erwies.

Dringenden Handlungsbedarf sahen die Verantwortlichen in der Tatsache, dass definitiv zu wenig Löschwasser für einen solchen Brand im Ernstfall vorhanden wäre. Maximal drei C-Rohre könnten eingesetzt werden. Die nächste Wasserentnahmestelle liegt etwa 500 Meter entfernt, was aber durch das Verlegen von Schlauchleitungen einen großen Zeitverlust mit sich ziehen würde. Hier müsse man eine geeignete Lösung finden, erklärte Löschgruppenführer Björn Jumpertz nach der Übung.

Nach der gelungenen Übung trafen sich die Kameraden am Feuerwehrgerätehaus, wo es für Heinz Schallenberg und Willi Schiffer galt, den obligatorischen Fassanstich vorzunehmen.

Drei Tage lang stand Broich ganz im Zeichen der Feuerwehrleute und ihres Festes, das regelmäßig ausgerichtet wird, um einmal die Arbeit der Feuerwehr vorzustellen. In diesem Jahr war die Resonanz der Bevölkerung erneut sehr gut. Samstags fanden sich Wehrangehörige, Freunde, Verwandte und Broicher zum gemütlichen Beisammensein im Gerätehaus ein.

Natürlich durfte die Partnerfeuerwehr aus Weng in Österreich nicht fehlen, die mit einer Abordnung nach Broich angereist war. Zur Kurzweil ihrer Gäste hatten sich die Feuerwehrleute jede Menge Aktionen für die Erwachsenen und Kinder einfallen lassen. Fürs leibliche Wohl sorgte die Broicher Wehr während der Festtage aufs Beste.

Zwei Urgesteine

Einige Kameraden freuten sich über Ehrungen und Beförderungen. Stadtbrandinspektor Dr. Ralf Kunkel beförderte Sebastian Plum (Löschgruppe Lich-Steinstraß) zum Feuerwehrmann und Björn Jumpertz (LG Broich)zum Oberbrandmeister. Heinz Schallenberg und Willi Schiffer, zwei Urgesteine der Broicher Wehr, wurden in der Ehrenabteilung der Löschgruppe aufgenommen.

Deftiges vom Grill sowie eine üppig gefüllte Cafeteria lockte die Besucher am Sonntag nach dem Frühschoppen zum Feuerwehrfest, wo am Nachmittag die Broicher Jugendwehr ihr Können unter Beweis stellte.

Alois Broich und Florian Suhr hatten im Vorfeld eine Schauübung für den Feuerwehrnachwuchs vorbereitet. Mit Unterstützung der Drehleiter hieß es, Menschenrettung vom Gerüst. Unter Beifall der Zuschauer präsentierten auch sie eine gute Leistung und viel Motivation.

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