Im Blick sind Bildungsangebote für die vielen Flüchtlingskinder

Letzte Aktualisierung:
11498556.jpg
Buldungsstaatssekretär Thomas Rachel MdB hatte das Kollegium der Sekundarschule Jülich nach Berlin zum intensiven Gedankenaustausch über Flüchtlingskinder eingeladen. Foto: Stella von Saldem

Jülich/Berlin. „Bildung ist Beziehungsarbeit“, davon sind der Dürener Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel (CDU) und die 20 Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarschule Jülich überzeugt. Im Rahmen ihrer Kollegiumsfahrt und auf Einladung Rachels besuchten die Pädagogen unter Leitung von Angelika Lafos den Bildungsstaatssekretär im Deutschen Bundestag.

Seitens der Bundesregierung wurden vielseitige Maßnahmen zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit in die Wege geleitet. „Wir müssen den Menschen in den Blick nehmen“, erläuterte Thomas Rachel und beschrieb die Maßnahmen, die sich besonders auf den Erwerb der deutschen Sprache beziehen. Es gelte, die Kompetenz und die Potenziale von Flüchtlingen zu erkennen und durch Sprache die Integration in Ausbildung und Beruf zu fördern.

Lern-App „Einstieg Deutsch“

Dazu gehörten beispielsweise eine Lern-App „Einstieg Deutsch“ sowie „Deutsch für den Beruf“. Erstere ist ein speziell konzipiertes Lesestart-Set für alle Flüchtlingskinder bis zum Alter von fünf Jahren in Erstaufnahmeeinrichtungen, die zweite dient der Unterstützung von Studenten sowie der Stärkung des kommunalen Bildungsmanagements durch die geplante Förderung von Bildungskoordinatoren für eine bessere Organisation und Koordinierung von Bildungsangeboten für Flüchtlinge, betonte Thomas Rachel.

Die Sekundarschule Jülich verfügt, wie bereits einige Schulen im Kreis Düren, über eine „Internationale Klasse“, in der besonders Flüchtlingskindern ein Einstieg in die deutsche Sprache und den Schulalltag geboten wird. „Das Modell dieser Internationalen Klasse ist sehr wichtig. Dies verschafft den oft traumatisierten Kindern ein Gefühl des Dazugehörens und ein Stück neuer Heimat“, betonte Thomas Rachel und traf mit dieser Auffassung auf eine breite Zustimmung der Lehrerinnen und Lehrer.

Diese berichteten aus der Praxis und erläuterten dem Christdemokraten die vielen Vorteile einer Internationalen Klasse sowie die Freude, zu sehen, wie hilfsbereit die anderen Schülerinnen und Schüler seien. Es sei ein Miteinander und Füreinander.

Das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer sei toll, erklärte die Schulleiterin Angelika Lafos und bedankte sich bei ihrem Kollegium. Bildung fruchtet, wenn eine gute Vertrauensbasis zwischen den Lehrern und den Schülern vorhanden sei, sagte Bildungsstaatssekretär Thomas Rachel und traf mit dieser Aussage auf Zustimmung des Lehrerkollegiums der Sekundarschule Jülich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert