Jülich - Im Advent führen die Wanderwege zusammen

Im Advent führen die Wanderwege zusammen

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
11476310.jpg
Streik wegen zu viel Arbeit für schlechten Lohn und fehlender Geschenke: Die Weihnachtswichtel verweigern dem Weihnachtsmann den Gehorsam und schmücken den Weihnachtsbaum mit Handschuhen und Socken und krönen ihn mit einer leeren Blechdose. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Jülicher Ortsgruppe des Eifelvereins zählt knapp 400 Mitglieder, ein Drittel davon ist über 80 Jahre alt, aber trotzdem noch gut zu Fuß. Der ganze Stolz des Vereins sind rund 40 Kinder, für die stets ein „ganz tolles Kinderprogramm“ organisiert wird.

So war traditionell das Weihnachtsspiel der Jugendgruppe Höhepunkt der Adventsfeier im Haus der Jülicher Arbeiterwohlfahrt, die nach Bekunden des Vorsitzenden Heinz-Peter Claßen erstmalig „als gesellige Veranstaltung“ ohne Auftritte Dritter ausgerichtet war.

Überlastet

Die Mädchen und Jungen erfreuten die rund 70 anwesenden Senioren mit dem Weihnachtsspiel „Albin rettet Weihnachten“. Worum geht es? Der Weihnachtsmann ist überlastet, denn seine Weihnachtswichtel verweigern ihm den Gehorsam, mit immer neuen Verrücktheiten boykottieren sie die Vorbereitungen.

So bittet der Weihnachtsmann Albin um Hilfe und lässt ihn von sechs heulenden Schlittenwölfen an den Nordpol bringen. Der Junge ist Zeuge, wie die Weihnachtswichtel dort seine Backutensilien verstecken, eine Schneeballschlacht veranstalten und auf Huhn und Kuh einreiten, als er sie bittet, ihm Eier und Milch zu bringen. Als sie den Weihnachtsbaum schmücken sollen, verwenden sie Handschuhe und Socken anstelle von schmückendem Beiwerk und setzen dem Baum eine leere Blechdose als Krone auf.

Geänderte Grundvoraussetzungen

Als Grund nennen die Wichtel harte Arbeit und schlechten Lohn, fehlendes gemeinsames Singen und natürlich fehlende Geschenke. Als Albin für geänderte Grundvoraussetzungen sorgt, sind die Wichtel nicht mehr wiederzuerkennen. Sie singen und spielen Flöte, tanzen und freuen sich und liegen erschöpft unter dem Weihnachtsbaum, als der Weihnachtsmann und die Weihnachtsfrau mit ihrem Schlitten weiterfahren.

Gerne sangen die Ortsgruppenmitglieder gemeinsam Weihnachtslieder und tauschten sich aus, denn sie versammeln sich nur wenige Male im Jahr, weil sie in eine Fahrradgruppe, eine Sonntagsgruppe und drei Mittwochsgruppen aufgeteilt sind.

Gestern und heute

Diverse Lesungen von besinnlichen und lustigen Gedichten und Geschichten brachten Abwechslung an die Kaffeetische. Die von Therese Becker vorgetragene Geschichte „Weihnachten gestern und heute“, in der „der Mensch aus dem schönsten der christlichen Feste einen Jahrmarkt gemacht hat“, brachte am besten die Entwicklung des Festes auf den Punkt.

„Die Kerze, die nicht brennen wollte“, sehr betont von Helga Dreßen vorgelesen, stellte am besten den tieferen Sinn der Weihnacht heraus, denn „nur wer sich hergibt, verwandelt die Welt“.

Das meiste Gelächter erntete Marianne Kieven mit ihrer andererseits auch rührseligen Weihnachtsanekdote um einen „Küchenfreund“, den Oma sich wünscht, weil „der alte nichts mehr wert ist“. Die Enkelschar setzt sich hingegen dafür ein, dass Oma sich keinen Freund zulegt, sondern bei Opa bleibt. Das ist ihnen so wichtig, dass sie darüber ihre Geschenke vergessen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert