„Ideales Rübenwetter”: Zuckerfabrik hofft auf durchwachsenen Sommer

Von: gep
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Gesunde und üppige Blätter:
Gesunde und üppige Blätter: Dieser Rübenschlag bei Merzenhausen stützt nach dem Reihenschluss die Ernteprognose der Zuckerfabrik Jülich. Foto: Peters

Jülich. 73 Tonnen Zuckerrüben je Hektar - das ist die Ertragsprognose der Zuckerfabrik Jülich. Sofern Trockenheit, Unwetter oder Krankheiten ausbleiben.

Das sagte der Leiter der Landwirtschaftlichen Abteilung, Dr. Willi Kremer-Schillings, am Montag. Wird mit den bisher zu Grunde gelegten 70 to/ha gerechnet, dürfte die am 10. September mit der Anfuhr startende Kampagne bis in den Januar 2013 dauern.

Bis dahin hofft Kremer-Schillings auf einen „durchwachsenen Sommer”, mittelwarme Temperaturen (23 bis 26 Grad Celsius) mit einzelnen Schauern. Wenn Eigenheimer jede Woche ihren Rasen mähen müssten, sei es für die Zuckerrübe optimal.

Der Reihenschluss sei zwar eine Woche später als im Rekordjahr 2011, als 79 to/ha eingefahren wurden, eingetreten, aber noch eine Woche früher als im langjährigen Durchschnitt. Allerdings sei bei neuen Sorten wegen der spitzen Blattstellung der Reihenschluss nicht so klar erkennbar. Das Blattwerk sei jedenfalls üppig und gesund.

Die Rüben hätten auch einen schönen Körper ausgebildet. Aufgrund der exzellenten Bodengare und der Trockenheit im Frühjahr wurzelten sie tief. Da im Juni bis zu 100 Millimeter Niederschlag gefallen seien, hätten sich die Wasserreservoirs auch in den unteren Bodenschichten aufgefüllt. Davon zehre die Pflanze im weiteren Wachstumsverlauf. Die erste Proberodung finde am 17. Juli statt, dann wisse man mehr.

Hier und da zu sehende bakterielle Blattflecken rührten von mechanischen Verletzungen durch Starkregen oder Graupel her, sie seien harmlos. Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten seien bisher nicht aufgetreten. In dieser Hinsicht sei „das Besondere in diesem Jahr, dass es nichts Besonderes gibt”.
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