„Ich will net mih”: SSV-Vorsitzender hört nach 38 Jahren auf

Von: ptj
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Franz Beyss (2.v.l.) folgt auf Wilhelm Eschenbrücher (4.v.l.): Links Geschäftsführer und Kassenwart Reiner Röttger, 3.v.l. ist Gerätewart Georg Kreuel, rechts außen Pressewart Georg Fey zu sehen. Foto: Jagodzinska

Titz. „Ich will net mih”, begründete der 73-jährige Wilhelm Eschenbrücher in seiner unnachahmlichen Art nach 38-jährigem Vereinsvorsitzbeim SSV Gevelsdorf seinen Wunsch, den Vorsitz in jüngere Hände zu geben.

„Ich bin nicht weg vom Verein, wir haben keinen Krach. Ich geh auch mal gern ein Bier trinken”, setzte der jetzige Ehrenvorsitzende Eschenbrücher nach, der dem SSV als Spieler, im Geräteausschuss und als Kassierer in Gevelsdorf erhalten bleibt.

Dem früheren Ortsvorsteher Gevelsdorfs hat auch der Tischtennisverein einiges zu verdanken, wie sein Nachfolger Franz Beyss in seiner Laudatio resümierte: Die Jahre 1971 bis ´79 waren vom stetigen sportlichen Aufstieg geprägt. Damals spielte sich das Vereinsleben im Gevelsdorfer Saal ab, für die Gegner des SSV ein gefürchtetes Spiellokal. Nach dem Aufstieg in die damalige Landesliga folgte der Umzug in die Hauptschulturnhalle Titz.

Verdienst des wortgewaltigen Vorsitzenden war es, dass die Gemeinde dem Verein Tischtennisplatten und Trainingszeiten zur Verfügung stellte.

Ende der 80er Jahre wurde die erste Mannschaft zurückgezogen und spielte auf Kreisebene, schaffte kurz darauf wieder den Aufstieg in die Landesliga. 2002 begann mit dem Rückzug der ersten Mannschaft aus der Landesliga und der zweiten aus der Bezirksklasse der abermalige Abstieg. 2006 schließlich stieg die erste Mannschaft in die dritte Kreisklasse ab. Der SSV hatte nur noch eine Herrenmannschaft und eine Jugendmannschaft in der Jugend-Kreisliga.

Unter solchen Voraussetzungen wäre ein Eschenbrücher, der „ohne Gegenleistung viel investierte und seinen Worten immer Taten folgen ließ”, nicht zurückgetreten. In der Hinrunde 2008/09 haben die Teams des SSV Gevelsdorf ihr Etappenziel erreicht. Die erste Mannschaft ging bisher ohne Niederlage durch die zweite Serie der ersten Kreisklasse. Es gelangen sogar Siege gegen die Spitzenteams.

Die Zweite belegt in der Rückrundentabelle von Gruppe 1 der 3. Kreisklasse Platz 1. Auch die dritte Mannschaft (3. Kreisklasse) startete mit zwei Siegen gut in die Rückrunde. Eine Spielerumstellung im Jugendbereich soll die Chance auf einen Aufstieg in die Bezirksklasse erhöhen.

Die ersten beiden Schülermannschaften des SSV werden wahrscheinlich die Schülerkreisliga halten können. Die dritte Mannschaft wird den Aufstieg verpassen, aber in der zweiten Kreisliga einen vorderen Platz belegen.
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