Hühnerholz nach dem PKL-Antrag: Alles nochmal von vorne?

Von: ojo
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Linnich. Mit einem vielgliedrigen Antrag hat die Unabhängige Wählergemeinschaft PKL in Linnich das Rad der Zeit zumindest angehalten, wenn nicht zurückgedreht.

Der Stadtrat hatte den Antrag, die Ausbauplanung an der Nahtstelle des alten Ortsteils und des Neubaugebietes in Tetz in Teilen aufzuheben beziehungsweise zu ändern, an den Bau- und Umweltausschuss verwiesen. Der diskutierte das Paket an - und vertagte es in die nächste Sitzung, weil die Verwaltung bis dahin noch einiges an Informationshintergrund liefern muss.

Letztendlich hat das Antragspaket eine komplette Überplanung von Straßenausbau und Verkehrsführung in diesem Bereich zur Folge. Genau dagegen protestierte eindringlich Hans-Willi Dohmen als Ortsvorsteher von Tetz. Die Planung, die die PKL überarbeiten lasse wolle, habe „nach mehreren Bürgerversammlungen ein überwältigendes Votum” erhalten. So seien etliche Änderungen wie die Verringerung der Verkehrsfläche von acht auf 7,50 Meter vorgenommen worden.

Probleme habe es nur mit zwei Anliegern gegeben, die sich weigerten, für den Straßenausbau notwendige Flächen abzutreten. Einer davon sei mit dem PKL-Fraktionsvorsitzenden verwandt, sparte Dohmen den Seitenhieb gegen Michael Hintzen nicht aus. Letzterer hatte sich vor Einstieg in die Behandlung des Themas für befangen erklärt und auf die Zuschauerbank zurückgezogen.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier ein neues Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt werden soll”, appellierte Dohmen, am erzielten Planungsstand festzuhalten und den „Interessen von Einzelnen” nicht nachzugeben.

Die PKL hatte ihren Antrag unter anderem damit begründet, dass der Ausbau der Straße „Am Hühnerholz” dem der benachbarten Straßen wie „Büllerweg” angeglichen werden solle, um „der Stadt und den Bürgern unnötige Kosten zu ersparen”. In diesem Zusammenhang wurde natürlich auch die Frage gestellt, ob durch Überplanung und Stopp eines Enteignungsverfahrens, über das die Stadt sich die benötigten Ausbauflächen sichern will, zusätzliche Kosten oder Regressansprüche entstünden.

Bereits in der Ratssitzung hatte Beigeordneter Hans-Josef Corsten weitgehend Entwarnung gegeben. Das angesprochene Enteignungsverfahren sei noch nicht in die Wege geleitet. „Und da passiert auch nichts.” Regressansprüche seien ebenfalls nicht zu erwarten. Natürlich fielen gegebenenfalls die Kosten einer Neuplanung an.

Mark Dremel (PKL) stellte vor diesem Hintergrund den ursprünglichen Antrag seiner Fraktion zurück. Bis zur nächsten Sitzung, ergänzte Karl-Heinz Hilfert (Bündnisgrüne), solle die Verwaltung zusammenfassen, was bisher beschlossen worden ist und einen Kostenvergleich erstellen zwischen dieser Ausbauplanung und der, wie sie in dem PKL-Antrag skizziert wird, sowie eine eigene Bewertung abgeben.
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