Hornsolist Johannes-T. Wiemes begeistert

Von: Hilde Viehöfer
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Johannes-Theodor Wiemes brillierte mit dem Horn zusammen mit dem Collegium Musicum in dem PZ des Gymnasium Zitadelle. Foto: Wolfgang Emde
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Der langjährige Vorsitzende Professor Elmar Achenbach verabschiedete sich vom Orchester und Publikum nach 50-jähriger Tätigkeit.

Jülich. Ein interessantes Programm bot das Collegium Musicum bei seinem Winterkonzert im PZ der Zitadelle Jülich unter Leitung von Peter Sauerwein. Die sinfonische Dichtung „Die Waldtaube“ des böhmischen Komponisten Antonin Dvorak leitete den Konzertabend ein. 1896 entstand dieses Werk, das zu einem Zyklus von sinfonischen Dichtungen gehört.

Die fünf Abschnitte schildern die tragische Geschichte einer Frau, die wegen eines jungen Geliebten ihren Gatten vergiftet und an ihrer Schuld zugrunde geht.

Es ist ein bitterböses Märchen über geheuchelte Trauer der Gattenmörderin. Nur die Waldtaube auf dem Baum des Grabes kennt das düstere Geheimnis der grausamen Witwe. Ihr Gesang klagt die Mörderin unablässig an und wird zur Stimme des Gewissens. Dieses farbige Werk stellte für das Orchester eine große Herausforderung dar. Die Dynamik der Musik, die Zeichnung der Charaktere wird mit kompositorischer Raffinesse umgesetzt. Das Orchester musizierte engagiert, hatte aber auch mit den Tücken des Werkes zu kämpfen.

Mit weichem Ton

Der Solist des Abends wartete mit einem selten gespielten Werk des französischen Komponisten mit russischen Wurzeln Wal-Berg auf. Das Konzert für Horn und Orchester, komponiert 1985, gab Johannes-Theodor Wiemes Gelegenheit, sein Instrument von der besten Seite zu präsentieren. Mit weichem Ansatz und warmem Ton zelebrierte er mit einem harmonisch musizierenden Orchester das klangschöne Konzert. Seine Virtuosität erntete großen Applaus, den er mit einer Zugabe von Franz Grothe belohnte.

Den zweiten Programmteil bestritt das Orchester mit der Sinfonie Nr. 1 des russischen Komponisten Nikolai Rimsky-Korsakow. Sie entstand in der Zeit von 1861 bis 1865 wurde 1865 in St. Petersburg uraufgeführt. Sie wird als erste „russische“ Sinfonie bezeichnet, unter anderem, weil sie das Motiv eines russischen Volksliedes im Andante aufgreift.

Die große Besetzung des Orchesters, vor allem auch der Einsatz der Holz- und Blechbläser, machten die Musik farbig und eindrucksvoll. Mit viel dirigentischer Inspiration führte Peter Sauerwein die Musiker geschickt über die Klippen des Werkes. Besonders gut gelungen war das Scherzo mit seinen melodischen Auf- und Abwärtsbewegungen. Viel Applaus gab es für einen gelungenen Konzertabend.

Professor Elmar Achenbach verabschiedete sich an diesem Abend als Vorsitzender des Collegium Musicum, nachdem er dieses Amt 50 Jahre innehatte. Am Cello oder Fagott wird er aber weiterhin im Orchester tätig sein. Dem Dank der Musiker schloss sich das Publikum an. Musiker und Zuhörer erhoben sich von ihren Plätzen und dankten dem Vollblutmusiker mit großem Applaus für seine langjährige aufopfernde Tätigkeit.

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