Jülich - Hollywood-Sound in der Aula des MGJ

Hollywood-Sound in der Aula des MGJ

Von: Pedro Obiera
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Mit flotten Songs begeisterte das neu gegründete Nachwuchsorchester unter der Leitung von Angelika Schiffers das Auditorium in der voll besetzten Aula des Mädchengymnasiums. Foto: Pedro Obiera

Jülich. „Märchen und Sagen“ gaben auf dem diesjährigen Herbstkonzert der „Bläservielharmonie Hambach“ in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula des Mädchengymnasiums Jülich den Ton an.

Ein Thema, bei dem man in Musical, Film und allen anderen Tummelfeldern der Musik aus dem Vollen schöpfen kann. Und wenn sich ein versiertes, spielfreudiges und gut vorbereitetes Orchester wie die Bläservielharmonie ins Reich der Fantasie begibt, kann sich das Publikum auf einen abwechslungsreichen Abend freuen. Zweieinhalb Stunden verfliegen da recht schnell.

Die etwa 40 Bläser sorgen für einen vollmundigen, voluminösen Klang, der durch erfreuliche Intonationsstabilität und Ausgewogenheit geprägt ist. Die Spielfertigkeit der Musiker erlaubt auch Ausflüge in spieltechnisch heikle Gefilde wie eine Suite aus dem Musical „Miss Saigon“, die auch anspruchsvolle Soli bereithält und dem Abend einen besonders effektvollen Schlusspunkt verlieh. Das ist nicht zuletzt das Verdienst der musikalischen Leiterin Anna Maria Kleinlosen, die seit acht Jahren die sorgfältige Arbeit ihrer Vorgänger Christoph Schiffers und Willi Markewitsch erfolgreich weiterführt.

Gleich mit dem ersten Beitrag, Jacob de Haans „La Storia“, erfüllten Hollywood-würdige Klänge die Aula. Eine Vorlage, die mit Markus Götz‘ „Adventure“ aufgegriffen und durch Videoeinspielungen aus passenden Filmen optisch angereichert wurde. Auch sonst sorgten bunte Lichteffekte an der Rückwand für cineastische Atmosphäre. Allerdings war es nicht nötig, das Orchester während des gesamten Abends in einem dunklen Reich des Schattens spielen zu lassen.

Rockiges

Beliebte Motive wie „Die Schöne und das Biest“, Songs von Pop-Giganten wie Phil Collins, Tina Turner und Michael Jackson sowie Rockiges aus der Feder von „Earth, Wind & Fire“ verlangten den Musikern eine beachtliche Menge an stilistischer und rhythmischer Flexibilität ab.

Ein Highlight bereiteten die Kinder des neu gegründeten „Nachwuchsorchesters“, das seit einem halben Jahr von Angelika Schiffers betreut wird und mit flotten Liedchen und Songs begeisterte. Mit Stücken wie „Halligalli“ oder „When the Saints go marching in“ traf Angelika Schiffers das richtige Einstiegsrepertoire, und mit „Jingle Bells“ stimmten die tüchtigen jungen Musiker schon auf die Adventszeit ein.

Oboist Johannes Urban moderierte weit- und manchmal etwas abschweifend durch den Abend, an dem musikalisch nahezu alles stimmte. Der begeisterte Beifall war garantiert und verdient.

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