Hohe Blutspendebereitschaft in der Gemeinde

Von: ptj
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Dank an die Spender mit opulentem Büffet, „Fresskörben“, Anstecknadeln und Urkunden: (v.l.) Dieter Reitz von DRK-Ortsverein Linnich, Alfred Könen, Maria von Wirth, Sven Sagan, Wolfgang Aussem und Bürgermeister Jürgen Frantzen. Foto: Jagodzinska

Titz. Ein opulentes Büffet und liebevoll vorbereitete „Fresskörbe“ standen im Ratsaal des Titzer Rathauses für „Blut spendende Lebensretter“ bereit. Die Feierstunde in Titz war nach längerer Abstinenz das zweite Mal in Folge, seit die Landgemeinde nicht mehr eigenständiger DRK-Ortsverein, sondern mit Linnich zusammengeschlossen ist.

„Ich finde, wir sollten das weiterhin machen“, betonte der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen, selbst Blutspender.

Von 19 zu Ehrenden waren allerdings nur vier erschienen, einige fehlten entschuldigt. Eine gemütliche Feierstunde wartete also auf Maria von Wirth und Alfred Könen, für 75 Blutspenden geehrt, auf Wolfgang Aussem (50 Spenden) und Sven Sagan (zehn Spenden). Insgesamt hatte das Quartett 105 Liter Blut gespendet. Obwohl der Blutspendedienst die Ehrung zehnmaliger Spender gar nicht vorsieht, gab es in Titz als Dankeschön eine Schale mit Süßigkeiten, Anstecknadel und Urkunde.

Zu Wert und Verwendung der Blutspende sprach Dieter Reitz vom Ortsverein Linnich und zeigte einen Kurzfilm über die Verwendung der Vollblutspende. „Nur drei Prozent der Bevölkerung spenden Blut, 97 Prozent verlassen sich darauf, dass die anderen Blut spenden“, ist eine Tatsache, die die „Vorstellung der Lebensretter in der breiten Öffentlichkeit“ umso wichtiger macht.

Von der gespendeten Blutmenge, 18.000 mit Blut gefüllte Röhrchen, die täglich im Zentrallabor des Blutspendedienstes West landen, profitieren in erster Linie Herz-, Kreislauf- und Tumorpatienten. Nur sechs Prozent der Unfallopfer sind Nutznießer.

Wie der Film zeigte, trennt eine Zentrifuge Blutplättchen, Plasma und Zellen voneinander, weil nicht jeder Patient alle Bestandteile benötigt. Mut machen Vorbilder wie die Rockband Peilomat, die etwa in lockerer Atmosphäre eines Hardrockcafés zur Blutspende aufspielt, und geheilte Patienten, die sich bei ihren Spendern bedanken. Motivierende Zitate lauteten: „Immer, wenn das Rote Kreuz kommt, wird geholfen“, wie eine alte Dame es ausdrückt, und „Nach lieben ist helfen das schönste Zeitwort“ von Bertha von Suttner.

Wie Reitz hervorhob, ist die Blutspenderzahl wieder von 80 auf 130 Spenden gestiegen, „seit die Blutspende in Titz wieder möglich ist“. In der Landgemeinde sei das „Interesse, den eigenen Lebenssaft einzubringen, sehr, sehr gut“.

Eine Blutspendeaktion so auszurichten, dass sich der Spender wohlfühlt, ist das Verdienst des DRK, wo natürlich „alles nur im guten Team funktioniert“.

Die zu ehrende Spender auf einen Blick: Stolze 100 Mal ging Dorothea Schmitz zum Aderlass, 75 Mal Heinrich Gerken, Alfred Könen, Gerda Vievers und Maria von Wirth. 50 Mal spendeten Wolfgang Aussem und Heinz Lich ihren Lebenssaft, 25 Mal Edeltraud Lövenich und Heinz Ulrich von Wirth. Zehn Spender gingen jeweils zehn Mal zum Aderlass: Doris Elisabeth Dohle, Sandra Dürbaum, Alexander Franzen, Norbert Wolfgang Huppertz, Maria Elisabeth Pilz, Jan Rothkranz, Sven Sagan, Stephanie Elisabeth Schönauen, Ilona Stolarczyk und Ilona Daniela Wetzlar.

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