Jülich - Hoffnung für die kleine Isa aus Afghanistan

Hoffnung für die kleine Isa aus Afghanistan

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Isa / Afghanistan
Damit sie bald laufen kann wie die anderen Kinder, soll die zweijährige Isa aus Afghanistan am 9. Januar in der Orthopädie des Jülicher Krankenhauses von Dr. Efstathios Savvidis operiert werden.

Jülich. Ein Kind von zwei Jahren erkundet seine Umwelt, beginnt zu rennen, wirft das erste Mal einen Ball und versucht sich vielleicht als Nachwuchskicker. Es erklimmt seine erste Treppe und hat noch ein wenig Mühe mit dem Abstieg. Das alles ist für die kleine Isa aus Afghanistan kaum möglich.

Auch sie ist zwei Jahre alt, will ihre Umwelt erkunden und mit anderen Kindern mithalten. Aber aufgrund einer schweren Knocheninfektion kann Isa das nicht. Doch jetzt gibt es Hoffnung.

Das Friedensdorf International in Dinslaken/Oberhausen - eine Hilfseinrichtung, die sich seit mehr als 40 Jahren um kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten kümmert - hat die Kleine bei seinem letzten Hilfseinsatz aus Afghanistan nach Deutschland geholt. Im Krankenhaus St. Elisabeth in Jülich fand sich mit Priv.-Doz. Dr. Efstathios Savvidis von der Orthopädischen Chirurgie des Krankenhauses ein engagierter Helfer und Fachmann auf dem Gebiet körperbehinderter Kinder.

Isa leidet in Folge der Knochenentzündung an einer Fehlstellung des Fußes, das linke Fußgelenk ist versteift und die Wachstumsfugen sind zerstört. Die Folge: Isa kann nicht wie ein gesundes Kind laufen lernen.

Dr. Efstathios Savvidis hat schnell Mitstreiter gefunden, und nun wird am 9. Januar ein siebenköpfiges Operations-Team die erste OP bei Isa durchführen. Zuerst muss der Fuß geradegestellt werden. In einigen Jahren wird Isa noch einmal nach Deutschland kommen müssen; dann kann mit Hilfe eines Fixateurs das Bein verlängert werden, so Dr. Savvidis.

Das Krankenhaus St. Elisabeth in Jülich unterstützt zum ersten Mal die Arbeit des Friedensdorfes. Dr. Efstathios Savvidis und seine OP-Kollegen stellen ihre Arbeit der Hilfseinrichtung kostenlos zur Verfügung, das Krankenhaus unterstützt die Aktion durch die Bereitstellung eines Freibettes für die kleine Isa.

Dr. Savvidis erklärt sich bereit, nach erfolgreicher erster Behandlung auch die weitere Behandlung des kleinen Mädchens aus Afghanistan zu übernehmen. Er hofft dazu auf Spenden aus der Jülicher Bevölkerung, denn die Arbeit des Friedensdorfes finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.
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