Hof- und Garagenflohmarkt: Ganz Dürboslar ist ein Warenhaus

Von: gre
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Sie gehörten zu den Initiatoren des Dorfflohmarktes: Ortsbürgermeister Erwin Geisinger, André Kleinermann und Edmund Lübke. Foto: Greven

Dürboslar. Mit vielen bunten Luftballons waren am Sonntag verschiedene Häuser des beschaulichen Ortes geschmückt. Sie zeigten an, dass sich hier was tut, dass die Besitzer sich am „1. Hof- und Garagenflohmarkt“ beteiligten.

In 42 Häusern und auf dem Dorfplatz Dürboslars wurden viele Waren angeboten, von denen sich die Besitzer endlich einmal trennen wollten, was entbehrlich war: Das gute alte Kaffee-Service von der Oma oder ein riesiges Gläser-Sortiment aus der 50 Jahre zurückliegenden Aussteuer. Kinderschuhe, Spielsachen und zu eng gewordene Kleidung.

Einige Reiter und Pferdeliebhaber hatten wohl ihr Hobby aufgegeben, denn bemerkenswert viel Reitzeug, Reitsättel und Zaumzeug war relativ preiswert zu haben. Viel Lesestoff war dabei und eine Knopfsammlung.

Gut und brauchbar

Nur gute und auch brauchbare Sachen durften angeboten werden. Das hatte die Vereinsgemeinschaft als Initiator der Gemeinschaftsaktion zur Bedingung gemacht. Die Organisatoren hatten die Aktion sehr gut vorbereitet. An den Ortseingängen waren Infos eingerichtet, wo man sich einen Lageplan nehmen konnte.

Da auch das Internet in die Verbreitung einbezogen worden war, erschienen in frühester Morgenstunde die ersten Kaufinteressenten mit Autokennzeichen auch aus der weiteren Umgebung mit Düsseldorfer, Kölner und Krefelder Kennzeichen. Sie mussten den offiziellen Beginn 10 Uhr abwarten. Ab diesem Zeitpunkt wimmelte es von Menschen. So etwas hatte man seit dem 1100-jährigen Bestehen des Ortes nicht mehr erlebt.

Die Teilnehmer am Flohmarkt mussten ein Standgeld entrichten. Dieses und die Erlöse aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen, Kaltgetränken, Kartoffelsalat und Würstchen, die alle von den Mitgliedern der Ortsvereine gestiftet worden waren, sind für den Kinderspielplatz bestimmt. Dessen Geräte müssen zum Teil ersetzt, zumindest aber verkehrssicher gemacht werden.

Wichtigstes Ziel ist aber, den steinharten Lehmboden zu ersetzen. Noch ist keine Entscheidung getroffen, ob eine Sand- oder Hackschnitzel-Schicht aufgebracht werden soll. Die Gesamtkosten der Aktion sollen sich auf 20 000 Euro belaufen. Aber man hat durch Spenden und Konzerte schon einen beträchtlichen Teil zusammengebracht. „Wir werden das wohl schaffen“, so Ortsbürgermeister Erwin Geisinger, der sich auf seine Vereinsgemeinschaft verlassen kann.

Als nächstes Ziel hat die Vereinsgemeinschaft die Instandsetzung der Friedhofswege ins Auge gefasst.

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