Höhere Handelsschule nimmt an der Euregiokompetenz teil

Von: Daniela Martinak
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Schulleiterin Heike Schwarzbauer (r.), die beiden Sprachelehrerinnen Elfiera Lilienthal (l.) und Christiane Kraus (2.v.l. hinten), sind stolz auf ihre Schützlinge. Foto: Martinak

Jülich. Goedendag und Bonjour. So begrüßen sich die Schüler und Schülerinnen der Höheren Handelsschule am Jülicher Berufskolleg neuerdings ständig. Die Macht der Gewohnheit. Schließlich sind sie vor Kurzem erst aus ihrem dreiwöchigen Auslandspraktikum zurückgekommen.

Während 31 Schüler in den Niederlanden ein Praktikum absolviert haben, konnten zehn weitere in Lüttich Erfahrungen sammeln. „Wir nehmen seit 2008 an diesem Projekt teil. Die so genannte Euregiokompetenz ist eine neue berufliche Zusatzqualifikation der Euregio-Maas-Rhein“, erklärt Schulleiterin Heike Schwarzbauer.

Die 41 Teilnehmer blicken jedenfalls stolz auf die vergangenen Wochen zurück. Alle sind froh, diese Chance genutzt zu haben, neue Kulturen kennen zu lernen und vor allem mit der Sprache der beiden Länder vertrauter zu werden. Damit bietet die Schule den Teilnehmern die Chance auf eine berufliche Zusatzqualifikation.

Um ein solches Zertifikat zu erwerben, müssen die Schüler drei wichtige Teilkompetenzen erwerben: die Fremdsprachenkompetenz, die interkulturelle Kompetenz und die Informationskompetenz.

Dazu gehört auch dieses dreiwöchige Praktikum. Nach dem Erwerb erhalten die Schüler schließlich das Euregiokompetenz-Zertifikat, das in allen fünf Partnerregionen anerkannt ist. Sie haben somit auch definitiv ein Plus im Wettbewerb auf dem heutigen Arbeitsmarkt. Spaß hat es allen ohne Zweifel gemacht. Und auf die Frage, ob sie noch einmal daran teilnehmen würden oder sogar einen Arbeitsplatz in Belgien oder den Niederlanden in Betracht ziehen würden, antworteten sie alle einstimmig: „Auf jeden Fall“.

Nicht nur die Arbeit in den Einzelhandelsbetrieben und anderen Unternehmen und Einrichtungen habe ihnen gefallen. Auch die Kultur. „Die Menschen sind so überaus freundlich. Ganz anders als in Deutschland, viel vertrauter, viel familiärer. Wir haben uns gleich wohl gefühlt“, sagen Fiona Frings und Phillip Capocci. Und auch ihren Mitschüler rund um Christian Naujoks, Tiago Peres-Hilgers, Jasmin Ravindran und Gentiana Zymeri sehen das so.

Die beiden Sprachlehrerinnen Elfiera Lilienthal (niederländisch) und Christiane Kraus (französisch) sind stolz auf ihre Schützlinge: „Einige hatten schon Erfahrungen in den Sprachen, andere haben erst angefangen, die Sprache zu erlernen. Bei allen Schülern merken wir, wie viel Spaß sie daran hatten und wie sich das jetzt im Unterricht auswirkt.“

„Schule ist etwas anderes“

Untergebracht im Hostel und Schullandheim sei ihnen auch schnell bewusst geworden, wie ein Arbeitstag sich auf das Sozialverhalten auswirkt. Die Schüler: „Es war einfach auch anstrengend. Da wollte man abends schon mal seine Ruhe haben. Schule ist etwas ganz anderes.“

Mitte März steht ihnen neben den regulären Abschlussprüfungen jetzt auch noch eine Sprachprüfung bevor. Dennoch, niemand der 41 Absolventen bereut den Auslandsaufenthalt und in noch einer Sache sind sie sich einig: „Die Sprache und die Kultur des Nachbarn zu erlernen, ist richtig wichtig und ebenso interessant wie die Länder, die weiter weg sind, zu erforschen.“

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