Hochwasser in Engelsdorf: CDU weist Vorwürfe zurück

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Aldenhoven. Im der Diskussion um den Hochwasserschutz im Aldenhovener Ortsteil Engelsdorf weist Reinhard Paffen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, die Kritik der SPD und der FDP als ungerechtfertigt zurück.

Die beiden Parteien hatten der regierenden Union Untätigkeit vorgeworfen und moniert, dass die Verantwortung auf den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) abgeschoben werde.

Paffen an die Adresse der Liberalen: „Die FDP muss wissen, was sie tut, wenn sie nach den Wahlen koalitionsfähig bleiben will.”

In der Sache verweist der Christdemokrat darauf, dass die Katastrophe vor einer Woche „unausweichlich” gewesen sei, da sich in weniger als zwei Stunden rund 70.000 Kubikmeter Schlamm- und Wasser auf Engelsdorf zubewegt hätten. „Keine, wie auch immer gearteten, Schutzmaßnahme hätte sie verhindern können.” Die Schadensereignisse in der gesamten Region von Jülich über Aldenhoven bis Eschweiler seien der beste Beweis dafür.

Ausgeklügeltes System

Die Christdemokraten, reklamiert Paffen, seien seit mehr als zehn Jahren „die Einzigen, die sich vehement um die Lösung des Hochwasserproblems in Engelsdorf bemühen”. 2000 sei ein ausgeklügeltes System mit Entwässerungsgräben und einem überdimensionalen Düker (unter der Straße) erarbeitet worden, das die Wassermassen in den Merzbach geleitet hätte. Die Finanzierung sei sichergestellt gewesen. Doch 2002 sei das das Projekt an der fehlenden Zustimmung von Grundeigentümern gescheitert. Daher seien quer über die Koslarer Straße zwei große Rinnen angelegt worden, das gesamte Entwässerungssystem sei an den kritischen Stellen überholt und ständig in Ordnung gehalten worden.

„Das funktionierte” so schildert der Fraktionsvorsitzende, „sechs Jahre reibungslos” - bis zu den Hochwasserschäden im Jahr 2008. Dann habe sich die Bauverwaltung der Gemeinde mit dem WVER, dem Kreis Düren und den beauftragen Planungsbüros an einen Tisch gesetzt, um die baulichen und finanziellen Konsequenzen zu klären. Die CDU selbst habe für Engelsdorf das Schadenskataster aufgestellt - als Grundlage der laufenden Verhandlungen.

Geld vom Regierungsbezirk

Ziel sei es, den WVER, „der sich lange Zeit quer stellte”, mit den Hochwasserschutzmaßnahmen zu beauftragen. Die nötigen Mittel, so Paffen, sollen von der Bezirksregierung kommen. Der Landtags-abgeordnete Josef Wirtz (CDU) habe seine Hilfe zugesagt.

Der SPD wirft der Aldenhovener CDU-Mann vor, „kein wirkliches Interesse” an einer Lösung zu zeigen. Seit Oktober 2008 habe der Bauverwaltungsausschuss nur einmal zum Thema Engelsdorf getagt, Vorsitzender dieses Ausschusses sei SPD-Ratsherr Raoul Poullig. Und bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe habe die SPD vor Ort durch Abwesenheit geglänzt.

Zugleich wies Paffen die Einschätzung zurück, Aldenhoven sei mehr als pleite. Auf dem Tisch von Bürgermeister Lothar Tertel liege die Genehmigung des Haushalts 2009 durch die Aufsichtsbehörde - ohne zusätzliche Bedingungen. Die Gemeinde bleibe, so der CDU-Politiker, weiter handlungsfähig.
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