Jülich - Hochkarätige Werke beim Herbstkonzert in der Schlosskapelle

Hochkarätige Werke beim Herbstkonzert in der Schlosskapelle

Von: hivi
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Das Mandolinen-Orchester Rurtal aus Koslar begeisterte das Publikum in der voll besetzten Schlosskapelle Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Unter dem Motto „Vom Suchen…. und Finden“ präsentierte das Mandolinen-Orchester Rurtal aus Koslar ein hochkarätiges Programm. beim Herbstkonzert in der Schlosskapelle. Bei den Beiträgen bezog sich das Motto meist auf den Komponisten und die Strömungen seiner Zeit, in der die Suche nach neuen Kompositionsformen und neuen musikalischen Ausdrucksformen im Mittelpunkt standen.

Der Dirigent des Orchesters führte die Zuhörer in der voll besetzten Schlosskapelle charmant durchs Programm und vermittelte musikgeschichtliches Wissen, gespickt mit Informationen über den jeweiligen Komponisten. Erfreut wurde zur Kenntnis genommen, dass auch drei zeitgenössische Komponisten vertreten waren.

Präzise Einsätze

Das Programm führte durch mehrere Epochen. Der Einstieg mit dem ersten Satz aus der Sinfonie A-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach, die Sätze aus „The Book of Ayres“ von John Dowland und die „Miniaturen für Zupforchester“ von Waldram Hollfelder zeugten von einer intensiven und soliden Probenarbeit der Musiker. Sie überzeugten durch ausgewogenes Zusammenspiel, präzise Einsätze und volle Klangschönheit der Instrumente.

Eine deutliche Steigerung in Anforderung an Technik und musikalischem Interpretationsvermögen erlebten die Zuhörer mit der „Plectrum Serenade“ des zeitgenössischen japanischen Komponisten Susumu Ueda. Er verbindet den Gedanken der Zukunft für die Jugend mit traditionellen Melodien. Eine Fuge zeigt seine Affinität zum europäischen Stil. Der Zuhörer konnte bei den lyrischen breiten Melodien wie bei der Programmmusik Landschaftsbilder Japans am inneren Auge vorbeiziehen lassen oder aber auch einfach nur in den schwärmerischen Klängen schwelgen.

Die hohen technischen und musikalischen Anforderungen meisterten die Musiker mit Bravour, Stephan Hebeler führte die Instrumentalisten sicher und mit dezentem Dirigat durch die klippenreiche Komposition.

Aus Robert Schumanns „Kinderszenen“ und dem „Album für die Jugend“ rundeten vier Beiträge das interessante und gefällige Programm des Orchesters.

Bereichert wurde der Abend durch das „Niehusmann Gitarren-Duo“. An Laute und Gitarre erwiesen sich die beiden Musiker Judith und Volker Niehusmann als Meister ihres Faches. In musikalischen Zwischenstationen des Konzertes brachten sie unterschiedlichste Werke zu Gehör. Tänzerisch leicht erklangen aus der „Partita Polonoise“ vier Sätze, spanische Impressionen, von melodiöser, gesanglicher Klangstruktur folgten in den Sonatensätzen von Padre Antonio Soler. Tango de Abril, von Diego Pujol und „Tema d´amore“ zeugten von der hohen Kunst der Musiker.

Besonders interessant waren die beiden Sätze „Arearea“ und „Mahana no atua“ aus der Suite Nr.3 „Noa-Noa“, eine Eigenkomposition von Volker Niehusmann. Zu den Bildern des Malers Paul Gaugin aus seiner Zeit auf Haiti entstand die Musik, die die Sehnsucht des Malers, seine Suche nach dem Paradies widerspiegelt. Die ganze Bandbreite der Möglichkeiten, die das Instrument Gitarre bietet, wurde genutzt. Die Musik des Duos faszinierte und verzauberte.

Dem Mandolinenorchester Rurtal und seinen Gästen gelang ein anspruchsvoller, aber auch musikalisch unterhaltsamer Konzertabend, der mit großem Applaus bedacht wurde.

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