Aldenhoven - HipHop-Gipfel mit harten Beats

HipHop-Gipfel mit harten Beats

Von: rb
Letzte Aktualisierung:
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Haben sich in Aldenhoven bereits einen Namen gemacht: Die „Straßenkinder” rappten unter anderem über die alltäglichen Probleme von Jugendlichen.

Aldenhoven. Die Beats dröhnten durch die ganze Straße, als Aldenhovens HipHop-Nachwuchs dem Publikum seine donnernden Textzeilen um die Ohren schmiss. Beim zweiten HipHop-Jam im Saal des Jugendheims „Future” konnten die jungen Musiker beweisen, dass sich auch ohne Plattenvertrag und große Karriere einiges auf die Beine stellen lässt.

Tatkräftige Unterstützung gab es vom Cult-Corner-Team, das sich unter der Leitung von Jörg Ewald um den Raum, die Technik und organisatorische Aufgaben kümmerte. Armend Haxhija, in der lokalen HipHop-Szene unter dem Namen „Krom” bekannt, stellte den Kontakt zu den Musikern her und mobilisierte rund 20 Rapper für den großen Event. Gemeinsam mit „May-B” und „Aspect” präsentierte auch er seine Songs und konnte dabei bereits auf eine beachtliche Fanbase zurückgreifen. Ohne Zugabe durfte er die Bühne nicht verlassen.

Den Anfang machten allerdings die beiden Solokünstler „Denka” und „Chacko”, die das Publikum auf den Abend einstimmten. „Yazzys Kids” lieferten anschließend eine besondere Performance: Die siebenköpfige Tanzgruppe ließ es zu den Beats der zwei Beatboxer ordentlich krachen und begeisterte die Zuschauer mit einer eigenen Choreografie.

Jörg Ewald ist sich sicher: „Aldenhoven hat auf jeden Fall eine eigene HipHop-Szene.” Zwar fanden weniger Jugendliche den Weg ins „Future” als beim letzten Mal, doch auch mit rund 120 Besuchern waren die Organisatoren zufrieden.

„Die Musiker kennen sich alle untereinander, und natürlich gibt es auch Konkurrenzkampf”, erklärte Rapper Armend. Auf der Jam konnte jeder zeigen, was er kann, und neue Fans für sich gewinnen. Eigene Proberäume haben die Musiker nicht, deshalb mussten sie ihre Beiträge privat vorbereiten. Die Texte beschäftigten sich hauptsächlich mit den Problemen von Jugendlichen, oftmals beziehen sich die Rapper auch konkret auf Aldenhoven.

So auch beim Duo „Straßenkinder”, das sich mit einer CD in Aldenhoven bereits einen Namen gemacht hat. Die vierköpfige Gruppe „Kaffrapper” ließ schon allein mit ihrem Namen verlauten, dass sie sich besonders mit dem Leben in Aldenhoven auseinandersetzen.

Die Aldenhovener begrüßten zudem drei Rapper aus Düren, die dem Publikum unter dem Namen „Nehat” einheizten. Im Rahmen des Konzertes führte Sozialarbeiter Lothar Thielen eine Sozialraumanalyse durch. 80 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren füllten dabei anonym einen Fragebogen aus und gaben an, an welchen Orten sie sich in ihrer Freizeit treffen.

„Die Analyse ist vom Kreis Düren gewünscht”, erklärte Thielen. „Wir können so herausfinden, wo wir die Jugendlichen noch besser erreichen und die Jugendarbeit dezentralisieren.” Während im Saal noch die Beats brummten, war der Sozialarbeiter bereits mit der Auswertung der Fragebögen beschäftigt, damit die Jugendarbeit in Zukunft noch effizienter wird. Dass sie bereits einige Erfolge verbuchen kann, wurde auch an diesem Abend deutlich, denn es gab „fetten Applaus”.
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