Hilfsangebot wächst zu einem Netzwerk heran

Von: Kr.
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„Inklusion über Grenzen hinweg“ stand über der Ausstellung, zu deren Eröffnung sich Künstler und alle, die sich mit der Arbeit des KoKoBe verbunden fühlen, in den Räumen einfanden. Foto: Kròl

Jülich. Inklusion und damit das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen war einer der Gründe, das Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebot des Kreises Düren und sein Büro in Jülich ins Leben zu rufen. Doch dieses Thema umfasst auch die Integration, die mit der Flüchtlingswelle verstärkt dieses Büro beschäftigte.

So wurde ein Netzwerk mit Flüchtlingshilfe und Sozialamt gegründet und damit Kontakte intensiviert, die für alle Beteiligten von großer Bedeutung waren. Im Rahmen dieser Koordination entstand unter anderem ein Flyer in neun Sprachen, der Migranten und Flüchtlinge auf das Angebot von KoKoBe hinweisen soll.

Seit der Gründung im Jahr 2010 hat die Jülicher Beratungsstelle außerdem immer wieder ihre Räume für Künstler mit Handicap geöffnet und ihnen damit ein Forum gegeben, einmal mit ihren Arbeiten an die Öffentlichkeit zu gehen und gleichzeitig auf die Arbeit von KoKoBe aufmerksam zu machen.

Im vergangenen Jahr wurde dann die Idee geboren, das Thema Integration und Inklusion in den künstlerischen Bereich auszudehnen und Behinderteneinrichtungen aufzufordern, sich damit auseinanderzusetzen. Das LVR Heilpädagogische Hilfen-Netz West mit seinem Heilpädagogischen Zentrum in Düren sowie die Wohn- und Förderstätte des Rheinischen Blinden-Fürsorge Vereins 1886 Düren griffen diesen Gedanken auf und mit ihren Kunden beschäftigten sich Rosa Maria Brixen, Marc Schmitz und Katharina Galinski mit dieser Thematik.

Aus zehn Nationen

Behinderung macht auch nicht vor Grenzen halt, und so lautete das Thema einer Ausstellung „Inklusion über Grenzen hinweg“. Menschen mit Handicap aus über zehn Nationen suchen Hilfe beim Rheinischen Blindenverein, und so hatte die Wohngruppe ein Plakat entworfen mit all diesen Nationalfarben und dem Schriftzug „Willkommen“ in den verschiedenen Sprachen. „Geborgen sein, miteinander Wege gehen“, hatten sie sich dabei auf die Fahne geschrieben. So entstand unter anderem auch ein riesiger Schuh, zusammengesetzt aus ganz unterschiedlichem Schuhwerk.

Besonders beachtenswert war eine Skulptur, die ohne Worte all dies verdeutlicht, was die Künstler ausdrücken wollen. Eine Person im Rollstuhl, eine dunkelhäutige und eine hellhäutige Gestalt bilden einen Kreis. Beachtenswert war auch das Scrabblespiel von Harald. Inklusion, Integration, Asyl, Migration und Lets Play hatte er darin zusammengesetzt. „Wir reichen Euch die Hände“ sagten die Künstler des Heilpädagogischen Zentrums und hatten ihre Hände mit verschiedenen Materialien und in verschiedenen Techniken angepasst an ihre Persönlichkeit dargestellt.

Und in verschiedenen Sprachen „Willkommen“ daran geschrieben. Zur Ausstellung gehörte außerdem ein Brief von Gudrun Krahmer, in dem sie beschreibt, wie ihre Eltern als Flüchtlinge vor vielen Jahrzehnten ins Land gekommen sind. Herzlich begrüßten Nina Czeczatka und Alexandra Filipowski die Künstler in den Räumen des KoKoBe sowie alle, die Anteil an ihrer Arbeit nahmen. Kurz erläuterte Nina Czeczatka die Arbeiten und was hinter ihrer Idee stand. Außerdem überbrachte Doris Vogel, Leiterin des Sozialamtes der Stadt Jülich, die Grüße von Bürgermeister Axel Fuchs und betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen ihrem Amt und KoKoBe sei.

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