Hilfsaktion: Krank vom Dauerstress in der Katastrophenregion

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Wo die seit dem Erdbeben zerstörten Straßen keine Lkw-Verkehr zulassen, steigen die Helfer auf Motorräder um. Foto: imago-stock

Jülich. Die Spendenaufrufe des Jülicher Vereins Aktion Wasserbüffel für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen haben eine große Resonanz ausgelöst. Aktion Wasserbüffel konnte bereits mehrfach Spenden zu ihren Partnern in Bohol und Cebu überweisen. Damit konnten viele Hilfsmissionen in die vom Taifun und Erdbeben betroffenen Gemeinden unternommen werden.

 Weitere externe Hilfen gibt es kaum, schon gar nicht für die abgelegenen Dörfer im Hinterland. Die Regierung, auch lokal, erweist, wie es heißt, sich als unfähig. Aber Hilfe ist weiterhin dringend erforderlich. Es wird noch Monate dauern, bis wenigstens die Strom- und Trinkwasserversorgung notdürftig wieder funktionieren.

Als Folge von Erdbeben und zwei Taifunen (nach Haiyan kam noch der Taifun Zoraida) leidet die Bevölkerung von Bohol unter dem nahezu totalen Stromausfall und damit auch der Wasserversorgung. Es gibt Äußerungen der Regierung, dass eine Wiederherstellung der Stromversorgung bis zu einem Jahr dauern kann, weil Bohol von Leyte her versorgt wird, und dort ist alles zerstört.

Nach wie vor, berichten die Helfer um Dr. Grace Molina, werden die Hilfsmissionen in die vom Taifun und Erdbeben am meisten betroffenen Gebiete und abgelegenen Dörfern durch die Erdrutsche als Folge der sintflutartigen Regenfälle beim Taifun und durch das Erdbeben zerstörten Brücken und Straßen behindert. An den Küsten ist die Fischerei nahezu völlig zum Erliegen gekommen, weil die Fische durch die permanenten Nachbeben vertrieben wurden, wie es heißt.

Die Menschen und Gemeinden erholen sich nur langsam. Wie die Helfer, die mit der Aktion Wasserbüffel per SMS oder E-Mail in Kontakt stehen, schildern, gibt es immer noch Nachbeben mit weiteren Zerstörungen und stressbedingte Krankheiten als Nachwirkungen. Auch viele Kinder bedürfen der Nachsorge.

„Unsere Ärztin Dr. Grace Molina schreibt in ihrer E-Mail, dass sie seit dem Erdbeben bis heute mehr als 30 Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Frauennetzwerk, an der Basis arbeitenden kirchlichen Organisationen, Bauerngewerkschaften und einer Organisation von Krankenpflegeschülerinnen ärztlich und mit Hilfspaketen unterstützt habe und weiterhin weitere abgelegene Dörfer betreut. Dabei sind sie auf unsere Unterstützung angewiesen“, schildern Helga und Jochen Range von der Aktion Wasserbüffel.

Waren und Medizin kann man kaufen, aber die Preise schnellen in die Höhe. Das Problem der Hilfsmissionen sind die zerstörten Brücken und Straßen und die vielen Erdrutsche. Manche Gemeinden sind mit den gemieteten Jeeps nicht erreichbar. Die Flüsse werden dann mit Booten überquert, dann geht es zu Fuß oder mit Leichtmotorrädern weiter

Mit der Hilfe von Aktion Wasserbüffel betreut Dr. Grace Molina 2000 Familien, das sind rund 12.000 Menschen in etwa 30 Gemeinden. Dass diese Hilfe nicht als selbstverständlich angesehen wird, davon zeugen viele Schildern, auf denen die Bevölkerung ihren Dank zum Ausdruck bringt.

Aktion Wasserbüffel unterstützt weiterhin die Hilfsmissionen von Dr. Grace Molina. Wer einen Beitrag leisten möchte, kann Spenden überweisen an: Spendenkonto Nr. 5854468, Sparkasse Düren, BLZ 39550110, oder: IBAN: DE42395501100005854468, BIC: SDUEDE33XXX

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