Hexenturm-Orden an Dr. Dieter Scheidt verliehen

Von: ptj
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Traditionelle Ordensverleihung: Senatspräsident Dr. Linus Wiederholt legt dem „Pattühm” Dr. Dieter Scheidt den Orden an. Foto: ptj

Jülich. „Ich schwöre on jelobe, dich Lazarus Strohmanus am Fastelovendsdienstag durch die Stroße de Stadt Jülich zu drare on zu werfe, wie et sich für ene anstündige Bürger eignet on jebührt”, gelobte die Festgesellschaft, die zur feierlichen Veleihung des Hexenturmordens der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus im „Hotel Kaiserhof” erschienen war.

Die Veranstaltung wurde mit dem „Nationallied” aus allen Kehlen eröffnet. Dr. med Dieter Scheidt ist im „30 x 11. Johr” Ordensträger. Uwe Willner, Taufpate des Vorjahres, hatte ihm zu Ehren ein elektronisches Bewertungsverfahren frei ersonnen, das er zur Belustigung aller Teilnehmer augenzwinkernd zum Besten gab: Schon an seinem Geburtstag am 3. April 1938, einem Sonntag, nahm Scheidt demnach „keine Rücksicht auf andere”, da Ärzte und Krankenschwestern seinetwegen Dienst tun mussten.

Den häufigen Wohnort- und Schulwechsel Scheidts führte Willner auf Schwierigkeiten bei der Mietzahlung zurück. Wichtiges Detail am Rand: Scheidts Vater war Geschäftsführer der Amelner Getreidebrauerei.

Kurz zusammengefasst ist „Dieter ein großer Mann, der nicht nur mit Messer und Schere umgehen kann. Als Arzt hat er vielen Menschen das Leben gerettet und hat so manchen Wagen des DRK angekettet.

Und steigt der Dieter dann kalt und nass aus der Rur, trinken wir mit ihm einen oder zwei Malteser auf diese Prozedur”, versprach Willner. Scheidt seinerseits, der sich so richtig wohlfühlt unter den Lazarusfreunden, bekundete seine Freude über die Ehre der Auszeichnung: „Der Hexenturmorden ist das Schönste, was einem Jülicher passieren kann”.

Neun gestandene Männer, von Präsident Hein Ningelgen in die Gesellschaft neu aufgenommen, zeigten als erste Amtshandlung einen umjubelten Besentanz.

Ehrenkappen aus Präsidentenhand nahmen entgegen: Notar Heiner Römer, die Unternehmer Peter von der Gracht und Thomas Gissler, Klaus Schröder, Vorsitzender der Stadtgarde, und Stefan Muckel, der seit 1986 alle elf Jahre den Prinzenwagen zieht.

Die Aufwartung des Jülicher Dreigestirns beim Jubilar durfte nicht fehlen. Nachdem der Lazarus von der Jugend der Gesellschaft dreifach „jepreck” wurde, spielte das Trommelcorps Güsten die Festgesellschaft durch die Herzogstadt.
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