Herrliche Sopranstimmen im Kirchenschiff

Von: ptj
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Der Frauenchor brachte ein anspruchsvolles Repertoire zu Gehör: Beide Gastchöre des Benefizkonzertes leitete die begnadete Sopranistin Nathalie Schmidt. Foto: Jagodzinska

Selgersdorf. Im Jahr der Feierlichkeiten zum 150jährigen Bestehen des Kirchenchores St. Stephanus Selgersdorf ließ der Jubilar erneut die „Musik sprechen”, wie Pfarrer Dr. Peter Jöcken es ausdrückte.

Die stimmgewaltige Selgersdorfer Sopranistin Johanna Kurth vertrat bei dem gelungenen Chorkonzert den Veranstalter, der sich ansonsten bescheiden in den Kirchenbänken zurückhielt.

Als Gäste in jeweils zwei Liedpassagen vertreten waren der Frauenchor „Sing-Foniker” und die gemischte „Singgemeinschaft Mariaweiler”, beide dirigiert von Nathalie Schmidt.

Die Bulgarin ließ u.a. beim lateinischen „Ave Maria” von Luigi Cherubini ihre begnadete Sopranstimme erklingen, während sie gleichzeitig den Taktstock für den Frauenchor schwang. Für die einfühlsame Pianobegleitung sorgte Karl Wollseiffen. Dargeboten wurde geistliches und weltliches Repertoire der Klassik und Romantik aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

„Ich bete an die Macht der Liebe” von Dimitri Bortniansky oder „Hebe deine Augen” von Felix Mendelssohn-Bartholdy zählten zum anspruchsvollen Liedgut in sehr hohen Tonlagen der „Sing-Foniker”, erkennbar an ihren bunten Schals.

So viel Schwung

Mit „Plaisir damour” von Jean Paul Egide Martini in deutscher Sprache oder „So viel Schwung” von Jara Bene sorgte die Singgemeinschaft Mariaweiler mit „leichterer Kost” aus weltlichem Repertoire für die entspannende Ausgewogenheit. Einige Sängerinnen sind Mitglieder beider Chöre, so wurde kurz vor dem Auftritt der bunte Schal der „Sing-Foniker” gegen den roten des gemischten Chores ausgetauscht.

Mehrmals sangen die beiden Solo-Sopranistinnen im Duett, unter anderem zwei lateinische Stücke von Camille Saint-Saens, das „Ave Maria” und das „Ave-Verum”, wobei Johanna Kurth die Altstimme übernahm.

Voll zur Entfaltung bringen konnte sie ihre klare Sopranstimme hingegen bei der melancholischen „Abendempfindung” von Mozart. Mit der brillant gesungenen Arie „Casta Diva” aus Vincenzo Bellinis Oper „Norma” wagte sich hingegen Natalia Schmidt an einen echten Prüfstein für jeden Sopran - und erhielt donnernden Applaus.

Der durch freiwillige Spenden zustandegekommene Erlös in Höhe von 652 Euro kommt der Selgersdorfer Stephanusschule zu Gute.
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