Herr Jedönsrat spricht vor vollen Reihen

Von: Kr.
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Mit diesen drei Themen, so meint der Herr Jedönsrat, alias Karl Heinz Schumacher, kann man bei jeder Frau punkten. Foto: Kròl

Linnich. Man kennt ihn mittlerweile in der Region. Als Maler und Objektkünstler hat Karl Heinz Schumacher sich weiter über das Jülicher Land hinaus einen Namen gemacht, doch vielen Lesern unserer Zeitung ist er auch als Autor bekannt. Mit Freuden erwarten sie jeden Samstag die Kolumne des Herrn Jedönsrates, hinter dem auch Karl Heinz Schumacher steht.

In Mundart äußert er sich über Gott und die Welt, Alltägliches, Besonderes, Aktuelles, aber auch Vergangenes und beweist damit Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit. Über 300 Episoden hat er mittlerweile verfasst und kann bei einer seiner leider sehr seltenen Lesungen aus einem reichen Fundus schöpfen.

Im vergangenen Jahr bereicherte er bereits als „Herr Jedönsrat“ den Linnicher Kultursommer und in diesem Jahr setzte er einen gelungenen Schlusspunkt unter das bunte, umfangreiche und vielfältige Programm.

Sein guter Ruf war dem Herrn Jedönsrat allerdings weit vorausgeeilt, denn schon eine ganze Zeit vor Beginn der Lesung gab es im Martinuszentrum in Linnich keine freien Sitzplätze mehr. Deshalb hielt die frischgebackene Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker ihr Begrüßungswort auch denkbar kurz. Sie beschränkte sich darauf, all den vielen Künstlern und ehrenamtlichen Helfern vor und hinter den Kulissen des Linnicher Kultursommers für die geleistete Arbeit zu danken.

„Lev Lück, dat err all jekomme sitt“ begrüßte Karl Heinz Schumacher seine Zuhörer und legte gleich los. Schließlich hatten sie alle eine weite Reise vor sich. Er nahm das Publikum nicht nur mit bis nach Amerika oder auf Wallfahrt, er reiste auch zurück in die Vergangenheit und ganz bis zu den Anfängen der Menschheit.

„Wie dä Putte van Adam on Eva aan dä Rur koame“, erzählte er und verriet gleich: “De Breuesch Will ist einer ihrer Nachkommen“. Die Römerzeit und der Bau der Via Belgica war ebenso ein Thema wie die napoleonische Besatzung. Doch er ging auch „met Botteramme on Rueskrangs“ auf Wallfahrt nach Aldenhoven und „met Panhas noh Amerika“.

Er berichtete von seinem Einkaufsbummel bei Ikea, von seinem ersten Schultag und von der Episode als „Nell on Nöll beijm Dokter wore“. Es gab Nachdenkliches und Heiteres und bei so manchem Zuhörer wurden auch Kindheitserinnerungen geweckt.

„Ja, so war das damals“, hieß es oft genug und so wurde es für alle Anwesenden ein vergnüglicher Abend. Mit Getränken und Häppchen ließ man dann nicht nur die Lesung, sondern auch den Kultursommer endgültig ausklingen.

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