Herkunftsdetektive gehen auf Expansionskurs

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Lange musste die GWS im Kreis Düren auf diesen Moment warten. Die High-Tech-Mall (im Hintergrund) ist verkauft. In ihr will die TUV Rheinland agroisolab GmbH ihren Weltruf festigen. v.l.: agroisolabs Kaufmännischer Geschäftsführer Frank Derichs, Landrat Wolfgang Spelthahn, agroisolab-Geschäftsführer Dr. Markus Boner und GWS-Geschäftsführer Michael Müller. Foto: O. Jonel

Jülich. Es ist ein Handel, der alle Beteiligten frohlocken lässt. Das Jülicher Vorzeigeunternehmen agroisolab, das seit Jahresbeginn offziell TÜV Rheinland agroisolab GmbH heißt, übernimmt die geschichtsträchtige High-Tech-Mall der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukurförderung des Kreises Düren in Jülich.

Das junge Unternehmen, aus dem Forschungszentrum Jülich heraus gegründet und seit 2003 im Technologiezentrum Jülich untergebracht, will am 1. Oktober in den Kubus einziehen.

„Uns war es ganz wichtig, dass wir uns weiterentwickeln können”, begründete Dr. Markus Boner, Gesellschafter Geschäftsführer des Unternehmens die Triebfeder, den Schoß des TZJ zu verlassen. Der Wechsel hinüber in die High-Tech-Mall ist tatsächlich ein gewaltiger Entwicklungssprung. „Wir werden uns von derzeit 500 Quadratmetern auf 1000 Quadratmeter ausdehnen. Damit sind wir besser auf die Zukunft und auf den internationalen Markt, auf den wir wollen, aufgestellt.”

Die Herkunftsdetektive, die sich eher als Authentizitätskontrolleuer sehen, strotzen vor Selbstbewusstsein. Mit ihrer Methode der Isotopen-Analyse können die Experten des noch jungen Jülicher Unternehmens die Herkunft jedes Lebensmittels, jedes organischen Stoffes bestimmen. Der „Isotopen Fingerabdruck” ist unverwechselbar. So lässt sich beispielsweise bestimmen, woher ein tropisches Holz nach Europa gelangt und ob es aus einem zertifizierten Bestand stammt oder illegal geschlagen wurde. Bekannt wurde agroisolab durch seine Herkunftskontrollen bei Lebensmitteln.

Das Unternehmen plant eine Verdoppelung des Jahresumsatzes von 1 auf zwei Millionen Euro. Der neue Standort im Jülicher Gewerbegebiet Königskamp ebenfalls eine personelle Erweiterung von derzeit 12 auf 30 Mitarbeiter.
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