Herbstkonzert: Vier Blechbrüder spannen weiten Bogen

Von: kr
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Die Juliacum Brassers begeisterten mit ihrem Jahreskonzert in der Jülicher Christuskirche. Foto: Król

Jülich. Mit einer Fanfare vor dem Paukenschlag eröffneten die Juliacum Brassers klangreich ihr Herbstkonzert in der Jülicher Christuskirche. Seit vielen Jahren ist ihre Fangemeinde immer wieder gespannt, was die vier „Blechbrüder“ sich für dieses Konzert haben einfallen lassen. In diesem Jahr war der Bogen weit gespannt von der Klassik bis zur Filmmusik.

Dabei haben die Brassers ihre Messlatte sehr hoch gehängt, wie zum Beispiel beim Andantino, das einzige Streichquartett von Claude Debussy, das das Quartett in einzigartiger Weise für Blasinstrumente umsetzte. „Wir liebäugeln schon seit acht Jahren mit diesem Stück und werden es heute Abend erstmalig in Jülich präsentieren,“ erklärte Martin Schädlich, der neben Klaus Luft (beide Trompete), Andreas Trinkaus (Horn) und Johannes Meures (Posaune) zum Ensemble gehört.

Sie verzauberten ihre Zuhörer mit ihren teils beschwingten, teils tiefgründigen Klängen, in dem mit Windlichtern stimmungsvoll beleuchteten Gotteshaus. Hochkarätig war ihr Beitrag zur Peer Gynt Suite von Edvard Grieg, in der sie die norwegische Märchenwelt lebendig werden ließen. Von der „Morgenstimmung“ bis „in der Halle des Bergkönigs“ spielten die Vier hinreißend und begeisterten ihr Publikum. Mit einer bunten Mischung von Nicola Paganinis Variationen, ungarischer Tänze bis hin zu einer Miniatur Jazz Suite mit Blues und Bebop ging es weiter im Programm. Krönender Abschluss war ein „Fernsehabend“ mit musikalischen Themen vom Tatort über Lindenstraße bis zur Eurovisionsmelodie. Man hatte teilweise das Gefühl, im Fernsehsessel zu sitzen.

Mit Moonriver und „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ endete ein sehr abwechslungsreicher und unterhaltsamer Konzertabend. Mit ihrer Leichtigkeit und einer fast lässigen Brillanz überzeugten die vier Musiker, die immer wieder ihren Spaß an der oft anspruchsvollen Musik ins Publikum hineintrugen. „Ich glaube, dass wir so viel Spaß an der Musik und die ganz Sache mit einem Augenzwinkern betrachten, ist der Grund, warum wir schon so lang zusammenspielen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es auch noch weitere 10 bis 20 Jahre so bleiben könnte“, meinte Martin Schädlich am Rande des Konzertes.

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