Jülich - Herbstkonzert des Mandolinen-Orchester Rurtal

Herbstkonzert des Mandolinen-Orchester Rurtal

Von: Kr.
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In die Schlosskapelle der Zitadelle hatte das Mandolinenorchester Rurtal Koslar zum traditionellen Herbstkonzert eingeladen. Foto: Kròl

Jülich. Alljährlich lädt das Mandolinen-Orchester Rurtal Koslar im Herbst zu einem Konzert ein und die Freunde der Zupfmusik können sicher sein, dass ihnen etwas Besonderes geboten wird.

Aus dem reichhaltigen Repertoire, das die 25 aktiven Musikerinnen und Musiker pflegen und das von Musik der Renaissance bis in die Neuzeit reicht, kann das Orchester schöpfen. Zudem werden nach und nach weitere Stücke gemeinsam mit Orchesterleiter Stephan Hebeler erarbeitet. Unter einem besonderen Thema stehen stets diese Konzerte. In diesem Jahr hatten sich das Orchester den vier Elementen „Feuer – Wasser – Luft – Erde“ zugewandt.

Reichlich Notenmaterial

Seit den Anfängen der Musikgeschichte haben diese bereits unzählige Generationen von Komponisten beschäftigt, so dass Notenmaterial reichlich vorhanden war. Die vier Elemente, die gleichzeitig für Sehnsucht und Leichtigkeit, Vergänglichkeit und Bodenständigkeit, Anmut, Leuchtkraft und Leidenschaft stehen, spannten einen weiten Bogen und versprachen ein spannungsgeladenes Konzert voller Kontraste.

Den Anfang machte das Orchester mit dem Element Wasser. „Alles fließt“ hatten sie diesen Abschnitt überschrieben und tatsächlich hörte man aus dem Brandenburgischem Konzert Nr. 3 im Satz Allegro buchstäblich den Bach heraus, der über die Steine perlt, anschwillt und zum Fluss wird.

Kinderspiel vertont

Die Leichtigkeit des Elements Luft griffen die Zupfmusiker mit Bizets „Petit mari, petite Femme“ auf, in dem der Komponist ein Kinderspiel vertonte. „Lacrimosa“ aus Mozarts Requiem griff das Thema der Vergänglichkeit auf und war als Erinnerung an den Totensonntag gedacht, der am Tag des Konzertes begangen wurde.

Das Bodenständige des Elementes Erde wurde durch Bachs Präludium und Fuge in B-Moll eindrucksvoll wiedergegeben und Uriges durch Händels „Bourree“. Virtuos und kraftvoll setzten die Musiker die Themen voller Leuchtkraft und Leidenschaft um, die vom Element Feuer vorgegeben waren. Händels „La Rejouissance Menuett I und II waren hier passend sowie „The Girl from Ipanema“ und ein Ungarischer Tanz von Brahms.

Doch die Zupfmusiker bestritten dieses Konzert nicht alleine. Als Kontrapunkte zu ihrer rein instrumentalen Musik hatten sie mit „Klangton“ ein Barbershop-Quartett aus Köln eingeladen, die ja bekanntlich nur mit ihren Stimmen arbeiten.

Einen guten Griff getan

Einen guten Griff hatten die Organisatoren des Konzerts mit den vier jungen Männern getan, die mit „Home“ von Clarkson, „Somebody loves me“ von Gershwin einiges zur Sehnsucht zu sagen hatten. „Chances Are“ war ihr Beitrag zum Thema „Sehnsucht“. „Today“ von Sparks stand für die Vergänglichkeit. Wahrlich wunderbar interpretierte das Quartett den Evergreen „What a wonderful world“. Für Uriges stand Old St. Loui und für die Leidenschaft „Yes Sir, That‘s my Baby.“ und „Drivin Me Crazy“.

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