Herbstausstellung: Drei Künstler mit drei unterschiedlichen Sujets

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Rödingen. Die Galerie Alte Weberei Rödingen lädt ein zur Herbstausstellung, die am Samstag, 23. September, um 15 Uhr beginnt.

Zu Gast sind Heike Tödt und Kalle Hommelsheim, die gemeinsam in Linnich leben und arbeiten, und der in Brühl lebende Bildhauer und Maler Kohen Shaih Amin, der zum dritten Mal die Rödinger Scheune, Agricolastraße 12, bespielt.

Schwarzer Humor

Heike Tödt, freischaffend tätig als Malerin, wurde 1964 in Jülich geboren. Sie studierte an der Fachhochschule Aachen mit dem Schwerpunkt Malerei und Zeichnerische Darstellung bei Professor Christiane Maether und Professor Dr. Ulf Hegewald.

Die Künstlerin liebt den schwarzen Humor. In fröhlich farbigen Bildern, die durch den Mangel an räumlicher Perspektive und Binnenzeichnung der Körper kindliche Bildgestaltung vortäuschen, bildet sie Phantasiekinder ab, die noch nicht gelernt haben, „was sich gehört“. Sie haben Spaß an Brutalität und leben Gehässigkeiten gegen Geschwister, gegen Puppen oder Tiere und Grenzüberschreitungen aus Neugier und aus unbeherrschter Lust ohne einen Begriff von Sünde oder Schuld aus.

Kalle Hommelsheim, geboren 1967 ebenfalls in Jülich, studierte Objekt Design bei Professor Wolfgang Bier an der Fachhochschule Aachen. Er zeigt ausschnitthaft Werkgruppen und Arbeiten aus den letzten 20 Jahren, die miteinander verflochten sind: Frühe Arbeiten der „sunken sculptures“, die sich inhaltlich mit dem Braunkohletagebau auseinandersetzen und den Untergang historischer Kulturlandschaften dokumentieren und neben Aspekten von Untergang und Vergänglichkeit auch eine Form von Migration thematisieren.

In der Reihe „cages“ (Käfige) werden Objekte der alltäglichen Benutzung von Gittern, gefertigt aus Rundstahl, umschlossen. Die gitterhafte Abtrennung intensiviert den Eindruck der Unbenutzbarkeit und Isolation.

Kohen Shaikh Amin, 1958 in Bangladesh geboren, musste als Jugendlicher mit seinen politisch verfolgten Eltern das Land verlassen. Er kam 1979 nach Deutschland und studierte Bildhauerei an der Alanus-Hochschule in Bonn.

Bestimmend

Die Strapazen der Flucht, das Verlassen des Vertrauten, der Freunde, der Heimat und die Ankunft in einer fremden Kultur ließen ihn nie wieder los und wurden bestimmend für sein künstlerisches Schaffen.

Dunkle Farben, grobe Formen und raue Oberflächen drängen sich ihm auf und finden Ausdruck in seinen Skulpturen.

Dabei ist es ihm wichtig, Figuren zu schaffen, die trotz ihres gemeinsamen Schicksals einen eigenen Charakter haben, der sie unverwechselbar macht.

Die Ausstellung in der Alten Weberei Rödingen ist geöffnet am Samstag, 23. September, am Sonntag, 24. September, am Samstag, 30. September, und am Sonntag, 1. Oktober, jeweils von 15 Uhr bis 19 Uhr.

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