Herb Schiffers neueste Werke nun in Koslar

Von: Kr.
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Anja Schlader (v.l.), Herb Schiffer und Dr. Iris Nestler eröffneten gemeinsam die Ausstellung im Koslarer de Nickel-Schuppen. Foto: Kròl

Koslar. Er zählt sicherlich mit zu den bekanntesten Künstlern im Kreis Düren. Herb Schiffer ist in der Region eine anerkannte Größe, doch seine Werke sind immer wieder neu.

Auch im Koslarer De Nickel Schuppen waren seine Werke bereits häufig zu sehen. Umso schöner war es nun, dass die Familie Schlader noch einmal den Schuppen öffnete, um Bilder des Künstlers zu präsentieren.

Entsprechend groß war dann auch der Andrang der Kunstfreunde, die gekommen waren, die neusten Werke des Malers zu sehen. Nicht das Alltägliche beschäftigt den Künstler, es ist vielmehr das Mystische, Märchenhafte, was ihn zum Pinsel greifen lässt. Seine Bilder erzählen Geschichten von Menschen und Fabelwesen, von exotischen Tieren und Pflanzen und von schönen Dingen. Tiefblau ist der Himmel, der sich über seinen Bildern wölbt, kein verwelktes Blatt weist auf die Vergänglichkeit hin, und makellos sind die Körper, die er zeigt.

„Das Schöne währt in Schiffers Bildern ewig“, erklärte Dr. Iris Nestler, die den Künstler und seine Arbeit vorstellte. Der aufmerksame Betrachter entdeckt auch in diesen Bildern mythologische, astrologische und christliche Symbole. Seine Figuren tanzen durch die Bilder, tauchen immer wieder auf, wie die Schauspieler der Commedia dell arte in den verschiedenen Städten.

„Wohl geordnet sind seine Bilder und wie in der Renaissance im Goldenen Schnitt komponiert, ergeben sie ein ausgewogenes harmonisches Bild. Sie sind das Resultat einer langen gedanklichen Vorbereitung und präziser Planung“, erläutert die Kunsthistorikerin. René Magritte und der Surrealismus scheinen ihn bei der Kombination der Objekte und Orte beeinflusst zu haben.

Für seine neuesten Werke hat er sich übrigens der Astrologie zugewandt. So findet man in ihnen den Wassermann wieder, die Jungfrau, die Waage oder den Widder und gleichzeitig das Sternbild dazu am Himmel. Spuren hinterlassen haben auch die alten Meister – seine Arbeiten erinnern an mittelalterliche Tafelbilder.

Neben technischen und inhaltlichen Details, die auf die Kunst vergangener Zeiten hinweisen, hält Schiffer als einer von ganz wenigen Künstlern am Auftragen einer abschließenden Virnisschicht auf seinen Bildern fest. Sie bietet nicht nur dauerhaften Schutz, sondern verleiht ihnen zudem einen besonderen Glanz. Vom Auftragen dieser Virnisschicht – auf Französisch „Vernis“ – rührt auch der Begriff Vernissage her, wie Dr. Nestler berichtete. Im 19. Jahrhundert trugen die Künstler diese Schicht am Vorabend einer Ausstellungseröffnung vor ausgewähltem Publikum auf. „Vielleicht“, so meinte Dr. Nestler, „lädst Du, lieber Herb, uns einmal dazu ein“.

Zu Beginn der Ausstellungseröffnung hatte Anja Schlader die Gäste begrüßt, für die musikalische Umrahmung sorgte Bernhard Gerards.

Die Ausstellung ist bis zum 1. November dienstags bis samstags von 17 bis 19 und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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