Hellraiser Festival im Kulturbahnhof: Jülicher Plattform für rockige Musik

Von: mio
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„Herr Miesepeters“, bestehend aus Simon Jülicher (r.) und Tobi Peters, rockten beim Hellraiser die Bühne und begeisterten das Publikum. Foto: M. Otto

Jülich. Am Wochenende heizten gleich sechs Bands dem Jülicher Kulturbahnhof (KuBa) ein. „Wir freuen uns über unser kleines Jubiläum und die bunte Mischung an Musikern“, sagte Veranstalter und Musiker Simon Jülicher zu der fünften Auflage des Hellraiser Festivals.

Der Auftakt gebührte der Band „Herr Krustenbrot und die Saat des Boesen“ aus Wuppertal, die die ersten Besucher mit Titeln wie „Der vegane Metzgermeister“ zu begeistertem Applaus animierte. „In dem Song geht es um einen Metzger aus Frankfurt, der selbst vegan lebt und somit täglich Konflikten ausgeliefert ist“, gab Peter Jung (Gesang und Akustikgitarre) an, der selbst auf alle tierischen Produkte verzichtet.

Mit Spaßfaktor

Daraufhin betrat „Islacassis“ die Bühne. In Indie/Alternative Rock verpackt, sprachen sie zwischenmenschliche Ablehnung mit dem Song „Nein, nein, nein!“ an. Besonders „An der Theke bei Nacht“ sorgte für allgemeine Erheiterung. „Jeder kennt das Erlebnis, wenn man bezahlen möchte und sich nicht mehr erinnern kann, wie viel man dem Barkeeper schuldet“, sagte Bandmitglied Christian Franken zu dem Lied. Die Gruppe steht momentan in dem „Brander Band Contest“ im Finale.

Auch die Linnicher Gruppe „Forger“ wurde der guten Stimmung entsprechend gefeiert. „Der KuBa ist unser zweites Zuhause geworden“, sagte Schlagzeuger Tom Schmidt. „Wir spielen Pop-Punk ohne Schnickschnack“, sagte Sänger und Gitarrist Roman Schmitz zu seiner Musik. Die Gruppe war gleich mit drei frischen Titeln bei Hellraiser dabei und wurde dementsprechend von den Fans zelebriert.

Größte Fanbase

Mit Simon Jülicher und Tobi Peters alias „Herr Miesepeters“ und der wohl größten Fanbase des Abends erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Mit akustischem Punkrock brachten sie die Kneipe zum Kochen. „Super“, brüllte ein Fan in Richtung Bühne. Zu den eigenen Songs sagte Gitarrist und Sänger Tobi Peters: „Wir verarbeiten in unserer Musik eher ernstere Themen. Beispielsweise singen wir von dem Leben im Hier und Jetzt und dem eigenem Weg, den man nicht verlassen soll.“

Als folgend „[‚Devn]“ die Empore betrat, wechselte die Musikrichtung zum Metal. Die relativ junge Band aus fünf Musikern berauschte weiterhin das Gehör der Besucher.

Den krönende Abschluss stellte Headliner „Camarel“ dar. Eine Besonderheit: Der eigentliche Schlagzeuger der Aldenhovener Band befindet sich momentan im Ausland. Dementsprechend sprang Samuel Dickmeis an den Drums fürs Hellraiser ein. Eine Premiere für die Rock- und Pop-Gruppe.

„Bis zum Ende war Hellraiser ein voller Erfolg. Camarel war richtig gut“, zog Christian Goerke, Fotograf der Veranstaltung, ein Fazit.

„Ich bin der Meinung, dass es gerade für rockige Musik in Jülich nicht genügend Plattformen gibt“, sagte Eventmanager und Musiker Simon Jülicher. „Deswegen veranstalte ich Hellraiser und freue mich auch im nächsten Jahr auf eine neue Auflage des Events.“

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