Helfer-Herzen gehen an Arbeitskreis Asyl Jülich

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Auszeichnung und Wertschätzung fürs Ehrenamt: Karin Bittmann (r.) und Beatrix Lenzen nehmen stellvertretend für den AK Asyl Jülich den Preis der Aktion Helfer-Herzen in Empfang. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Karin Bittmann engagiert sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Arbeitskreises Asyl Jülich. Der dm-Drogerie-Markt zeichnete jüngst in Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu), dem Deutschen Kinderschutzbund und der Deutschen Unesco-Kommission den AK Asyl im Rahmen der Aktion Helfer-Herzen aus. Der Preis umfasst eine Helfer-Herzen Skulptur und 1000 Euro.

Karin Bittmann (78) bringt Asylbewerberinnen die deutsche Sprache bei, engagiert sich im Café Contakt, einem Treffpunkt für Flüchtlinge und Bürger. Die Arbeit ist nicht immer einfach. Drohen Abschiebungen, bewegt das Karin Bittmann sehr. Im Café Contakt bahnt sie Kontakte an, schaut, wen sie zusammenbringen kann.

Die Zahl der Flüchtlinge ist im letzten Jahr explodiert, auch in Jülich. Eine intensive Einzelbetreuung sei nicht mehr möglich. Im Café tauschen Flüchtlinge und Helfer Alltagstipps aus, in den Spitzenzeiten sind 90 Personen da. Beatrix Lenzen, ebenfalls Mitglied im Arbeitskreis Asyl, empfindet den Kontakt mit Flüchtlingen als Bereicherung. Schon ihre Mutter engagierte sich, habe vor vielen Jahren eine Patenschaft für eine libanesische Familie übernommen. Beide Familien freundeten sich an, seien zusammengewachsen, alle hätten davon profitiert.

Selbst Ähnliches erlebt

Karin Bittmann versteht nicht, warum viele Menschen ihrer Generation wenig Gefühl für die Not der Flüchtlinge haben. „Gerade die Jülicher Bevölkerung erlebte doch mit ihrer Evakuierung Ähnliches“. Auch sie kenne Flucht, Not und Armut. Bittmann musste als Kind nach Norddeutschland flüchten. Sie weiß noch sehr gut, wie sie sich dort abgelehnt gefühlt hat. Sie ist dankbar, dass es ihr heute so gut geht. Deshalb engagiert sie sich.

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