„Heißer” TTC Indeland schlägt Borsum mit 9:4

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
Ricardo Wather sorgte auswärt
„Noch etwas Luft nach oben”: So fiel das Fazit von Indeland-Trainer Dimmig aus, nachdem Ricardo Walther dem litauischen Nationalspieler Mikutis unterlag.

Jülich. Diejenigen, die sich mit dem korrigierten Ziel Vizemeisterschaft angefreundet haben, waren nach dem 9:4-Heimsieg gegen den TTS Borsum am Ostermontag hoch zufrieden. Diejenigen, die die Vizemeisterschaft noch als Niederlage betrachten, waren zumindest auf Grund der guten Leistung versöhnlich gestimmt.

TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig: „Wir können diese Saison noch zu einer guten Saison machen, obwohl wir uns auch diesmal nicht mit Ruhm bekleckert haben.”

Mit Ruhm bekleckern mussten sich die Herzogstädter nicht, denn ab Position 4 bot der TTS Spieler auf, die kaum zweitligatauglich waren. Auf den Spitzenpositionen boten die drei WM-Teilnehmer der Gäste den Jülichern jedoch ordentlich Paroli.

„Strohfeuer” der Gäste

Wenn die Indeländer nicht mit einem 3:0-Vorsprung aus den Doppeln in die Partie gestartet wären, hätte es durchaus eng werden können. Doch mit dem 3:0 im Rücken bezeichnete Johannes Dimmig später das kurze Aufbäumen der Gäste entspannt als „Strohfeuer”.

Eng wurde es, als Borsum zunächst beide Einzel im oberen Paarkreuz gewann und auf 2:3 verkürzte. Sowohl Ricardo Walther als auch Lauric Jean mussten nach fünf Sätzen die Box als zweiter Sieger verlassen. Walther war dem litauischen Nationalspieler Mikutis unterlegen und Jean dem slowenischen WM-Teilnehmer Zibrat. Dimmig: „Jean hat wirklich gut gespielt und toll gekämpft. Diese Niederlage ist kein Beinbruch. Ricardos Leistung hatte mit Sicherheit noch etwas Luft nach oben. Er konnte nur wenig trainieren. In manchen Spielphasen hätte ich mir von ihm ein bisschen mehr Gelassenheit gewünscht.”

Auch im mittleren Paarkreuz konnten sich die Jülicher noch nicht absetzen. Der Chilene Felipe Olivares, Borsums Senkrechtstarter der Saison, war auch am Montag der erfolgreichste Spieler des Matches. Er schlug Daniel Halcour und Thomas Brosig deutlich. „Olivares hat so gespielt, wie man es sich von einem jungen, aufstrebenden Spieler, der die großen internationalen Turniere spielt, vorstellt. Thomas und Daniel können ihn momentan nur schlagen, wenn er nicht in Top-Form ist.”

Im unteren Paarkreuz konnten die Jülicher dann gegen deutlich schwächere Gegner endlich die Führung ausbauen. Die jungen Zwillinge Nick und Levi Kolbe, normalerweise in der Oberliga im Einsatz, hatten gegen Michael Servaty und Christian Strack keine Chance.

Als dann Walther und Jean im oberen Paarkreuz beide Spitzeneinzel gewannen, standen die Zeichen beim Zwischenstand von 8:3 in der 16 Grad kalten Jülicher Nordhalle endgültig auf Sieg. Denn der heiße Daniel Halcour machte schließlich gegen Hagemann den Sieg perfekt.

Trainer Dimmig erzählte: „Es war schön, dass so viele Stammgäste in der Halle waren, aber leider sind viele wegen der niedrigen Temperatur früher gegangen. Aber wir waren heiß, und das hat gegen mäßig aufspielende Borsumer gereicht. Mit dem Ergebnis bin ich in jedem Fall zufrieden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert