Jülich - Heinz Gebauer zeigt seine Fresken

Heinz Gebauer zeigt seine Fresken

Von: Kr.
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Josef Gülpers (links) stellte den Künstler Heinz Gebauer (Mitte) und seine Arbeit vor. Außerdem zeigte Hans Peter Bochem (rechts) seine Lichtobjekte. Foto: Kròl

Jülich. Denkt man an Fresken, denkt man unwillkürlich an die großen Werke eines Raffel oder Michelangelo. Man denkt auch an die Renaissancezeit, in der die Freskomalerei ihre Blütezeit erlebte und damit wäre dann auch der Bogen zur Stadt Jülich geschlagen, die auch heute noch als Idealstadt der Renaissance gilt.

Diese Verbindung führte vielleicht auch dazu, dass die Kunst der Freskomalerei den Merzenhausener Künstler Heinz Gebauer so faszinierte.

Mehr als zehn Jahre experimentierte er mit dieser Technik. Seine ersten erfolgreichen Versuche stellt er vor einigen Jahren im Koslarer de Nickel Schuppen vor und mittlerweile hat sich seine Fertigkeit noch weiter verfeinert. „Vieles, was wir heute als Fresko bezeichnen, ist in Wirklichkeit ein Secco. Ein Fresko wird auf den nassen Putz aufgetragen und ein Secco dagegen auf trockenen. Das ist die mittlerweile am weitesten verbreitete Methode der Wandmalerei“, erklärt der Künstler, der nicht nur eine stattliche Zahl seiner Fresken im Pulvermagazin im Brückenkopfpark zeigt, sondern sich gleichzeitig bei seiner Arbeit auch auf die Finger schauen lässt.

So stellt er in dem historischen Gebäude, das den passenden Rahmen für seine Exponate liefert, auf der einen Seite das wohl berühmteste Fresko aus der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo vor, in dem er Auszüge daraus zeigt, sie außerdem erläutert und interpretiert.

Auf der anderen Seite befinden sich seine „neuen“ Fresken, wie er sie heute arbeitet. Sie zeigen zum Großteil Impressionen aus Griechenland, das zu seiner zweiten Heimat wurde und in ihnen verarbeitet er Fundstücke, Naturmaterial und etliches mehr.

Katalog über Lebenswerk

„Ein Künstler wandert immer auf der Grenze von Tradition und Experiment. Hier hat sich der Künstler die Tradition durch das Experiment wieder erarbeitet“, erklärte Kunsthistoriker Josef Gülpers, der den Künstler und seine Arbeit näher vorstellte. Dabei unternahm er mit den Zuhörern einen Ausflug in die Renaissance, der Blütezeit der Freskotechnik. Zuvor hatte Dr. Dorothee Esser die Gäste begrüßt. Die Gelegenheit nutzte außerdem Gebauer, um seinen Katalog vorzustellen, in dem er sein Lebenswerk zusammenfasste.

„Ein langes Leben für die Kunst“ hat er dieses Werk überschrieben und diesem Leben widmete sich auch Dr. Peter Nieveler, der die 50 Jahre künstlerische Tätigkeit des Malers vorstellte. Der Katalog ist beim Künstler auf Bestellung erhältlich und kostete, da es ein sehr umfassendes Werk ist, 75 Euro. Neben den Fresken konnten die zahlreichen Gäste außerdem ein Lichtobjekt des Jülicher Künstlers Hans Peter Bochem bewundern. Wie Seifenblasen schweben seine Lichtkugeln aus einer Kiste gegen die Decke und setzten mit ihrer Leichtigkeit Akzente gegenüber den Fresken.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 26. Juli, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Künstler wird zu dieser Zeit auch Einblick in seine Arbeit geben.

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