Heimbach, Jülich und Linnich sind Schuldenhochburgen

Von: sj
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Kreis Düren. Während die kommunalen Schulden in Nordrhein-Westfalen einen neuen Höchststand erreicht haben, gehören Merzenich und Niederzier weiter zum Kreis der Gemeinden ohne Verbindlichkeiten. Lediglich 16 schuldenfreie Kommunen gibt es in NRW.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag der Schuldenstand Ende 2012 bei 58,1 Milliarden Euro, rein rechnerisch belief sich die Verschuldung je Bürger auf 3256 Euro. Im Kreis Düren liegt der Durchschnitt bei 2521,97 Euro, die Summe aller Investitionskredite, Kassenkredite und Wertpapierschulden beträgt rund 673 Millionen Euro.

Die Stadt Düren hat Verbindlichkeiten in Höhe von rund 224,4 Millionen Euro angehäuft, pro Einwohner 2425,98 Euro. Eingerechnet sind dabei alle Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe (137 Millionen Euro) und langfristige Verbindlichkeiten, sogenannte Investitionskredite, in Höhe von 30 Millionen Euro. Die kommunalen Eigenbetriebe steuern weitere 57 Millionen Euro hinzu.

Die höchste rechnerische Pro-Kopf-Verschuldung gibt es mit 4411,94 Euro in Heimbach (19,4 Millionen Euro Schulden gesamt), gefolgt von der Stadt Jülich mit 4279,48 Euro je Einwohner (141 Millionen Euro Gesamtschulden) und Linnich mit 2679,09 Euro pro Einwohner (36 Millionen Euro Gesamtschulden). Hinter den schuldenfreien Gemeinden Merzenich und Niederzier rangiert die Gemeinde Vettweiß auf Platz 3: Etwa sechs Millionen Euro Verbindlichkeiten machen rechnerisch einen Betrag von 670,06 Euro pro Einwohner aus.

Deutlich unter dem Landesschnitt bleiben Titz (1248,56 Euro je Einwohner, zehn Millionen Gesamtschulden), Nörvenich (1585,44 / 17 Millionen Euro), Kreuzau (1525,05 /27 Millionen Euro), Langerwehe (1823,51 / 25,6 Millionen Euro), Hürtgenwald (1908,44 /16,5 Millionen Euro), Inden (2204,74 /15 Millionen Euro), Aldenhoven (2233,17 /31 Millionen Euro) und Nideggen (2249,37 /23,8 Millionen Euro). Der Kreis Düren hat bis Ende 2012 Verbindlichkeiten von 79 Millionen Euro angehäuft, das sind 297,40 Euro pro Kreisbürger.

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