Jülich - Heilpädagogisches Zentrum: Gemeinsam grillen baut Berührungsängste ab

Heilpädagogisches Zentrum: Gemeinsam grillen baut Berührungsängste ab

Von: spl
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Berührungsängste Fehlanzeige
Berührungsängste Fehlanzeige: Beim Fest der Begegnung im Heilpädagogischen Zentrum Jülich herrschte nicht nur bestes Wetter, sondern auch beste Stimmung. Foto: Plahm

Jülich. Sich auf Augenhöhe begegnen - so hatte Martin Wolff sich das Fest der Begegnung am Samstag im Heilpädagogischen Zentrum Jülich vorgestellt. Die Einrichtung für Schwer- und Mehrfachbehinderte ist das Zuhause von 16 Menschen, die hier rund um die Uhr betreut werden.

„Man merkt schon, dass da Berührungsängste sind, und die möchte man einfach abbauen”, sagte Martin Wolff, Teamleiter des Wohnbereichs Jülich. Deshalb war es allen Beteiligten so wichtig, dass jeder an dem Sommerfest teilnehmen konnte.

„Diesmal hat das Fest einen besonderen Charakter”, erklärte auch Regionalleiter des LVR Verbund Heilpädagogischer Hilfen Christian Bradl.

Mit Plakaten und persönlichen Einladungen an die Nachbarschaft hatten die Mitarbeiter auf das Fest aufmerksam gemacht. Und die Nachbarn ließen sich nicht lange bitten. Schon am frühen Nachmittag fanden sich einige von ihnen auf der Wiese vor dem Wohnheim ein. Grillstand, Salate, Kuchen und Getränke luden zum Verweilen ein.

Um den Gästen das Gefühl des Willkommens zu geben, waren alle Speisen umsonst, lediglich Spenden konnte jeder Besucher freiwillig abgeben. Bewohner, Mitarbeiter, Nachbarn wie andere Interessierte saßen in geselliger Runde und genossen gemeinsam den Sommertag.

Neben Schminken und einem Clown brachte am Nachmittag auch die Band „The Authentics” ausgelassene Stimmung mit, die sicherlich auch dafür gesorgt hat, dass Berührungsängste abgebaut werden. Das ist den Mitarbeitern nicht nur grundsätzlich wichtig.

Angelika Küppers-Stumpe hofft, dass sich durch das Fest vielleicht auch neue Freiwillige melden, die mit einem Bewohner Freizeitaktivitäten unternehmen möchten. Ein Besuch in der Eisdiele, im Brückenkopf-Park oder einfach nur ein Stadtbummel gehören dazu.

Denn die Eins-zu-eins-Betreuung ist für viele Bewohner unverzichtbar und kann im Freizeitbereich nicht allein von den Mitarbeitern getragen werden. Besondere Voraussetzungen brauche man für die Tätigkeit nicht. „Nur offen sein”, das sei wirklich wichtig, erklärte die Leiterin des Heilpädagogischen Zentrums Jülich.

Wer in Zukunft auch ohne Besuch auf dem Sommerfest Interesse daran hat, einen Bewohner in der Freizeit zu begleiten, kann sich unter 02461/3423-81 an Angelika Küppers-Stumpe wenden. Auch Praktikanten und Auszubildende sind willkommen.
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