Haydn-Konzert und Beethovens „Prometheus“

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Jülich. Das Sommerkonzert des Collegium Musicum Jülich findet am 14. Juni um 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle unter der Leitung von Peter Sauerwein statt.

Eröffnet wird der Abend mit der Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ von Ludwig van Beethoven. Dieses Musikstück leitete eine Ballettmusik ein, die seinerzeit sehr beliebt war, was wohl auch an den tanzenden Hauptdarstellern lag. Die Uraufführung fand 1801 statt. Das Libretto ging jedoch verloren, geblieben ist die Ouvertüre als Konzertstück. Dem aufgeklärten Bürgertum des 19. Jahrhunderts galt Prometheus als Spender des Feuers und Schöpfer eines freien, selbstbestimmten Menschen.

Joseph Haydn hinterließ in seinem umfangreichen Werk zwei Cello- Konzerte, von denen das D-Dur Konzert das bekanntere ist. Ursprünglich war das Werk für seinen Dienstherren, den Fürsten Esterhazy, komponiert worden. Dieser liebte das Baryton, eine Sonderform des Cellos. Gleichwohl stellt das Konzert hohe Ansprüche an das virtuose Können des Solisten.

Klassik und Crossover

Oliver Mascarenhas ist der Solist des Abends am Violoncello. Er wurde 1974 in Mönchengladbach geboren und kam schon in frühester Kindheit mit Musik und dem Cellospiel in Berührung. Den ersten und langjährigen Unterricht auf dem Instrument erhielt er bei seinem Vater. Später studierte er an der Musikhochschule Köln sowie der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Seit 1997 ist er Mitglied der NDR-Radiophilharmonie, spielte als Gast beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg sowie beim Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks. Er ging als Solist auf Tournee in China und trat in Hannover zusammen mit Thomas Quasthoff auf . Besonders gern begeistert Oliver Mascarenhas junge Menschen für klassische Musik. So ist er Veranstalter exclusiver Crossover-Konzerte, in denen Klassik auf Jazz, Pop und HipHop trifft.

Im Jahr 1998 spielte er mit dem Collegium Musicum das Cellokonzert von AntonÍn Dvoák. „Wir haben diese Zusammenarbeit in sehr guter Erinnerung und freuen uns auf die Begleitung im Haydn-Konzert, in dem er, wie er mitteilte, die Kadenz von dem großen Cellisten Maurice Gendron spielt“, heißt es von Veranstalterseite. Mascarenhas‘ Instrument ist ein „Gaffino Castagneri“ aus dem Jahr 1746.

Ein völlig neues Klangbild zeigt sich, auch optisch, nach der Pause. Die großen romantischen Werke erfordern ein Mehrfaches an Streichern und besonders Bläsern, die gerade im 19. Jahrhundert eine Weiterentwicklung erfuhren. Die heitere 8. Sinfonie von Antonín Dvoák enthält viel Volksmelodik aus der geliebten böhmischen Heimat des Komponisten. Einer der ersten Dirigenten dieses Werkes schrieb an den Komponisten: „Es ist ein herrliches Werk, wir waren mit Freude und Enthusiasmus dabei.“ In diesem Sinne hoffen Peter Sauerwein und das Collegium Musicum, dem Auditorium nach intensiver Probenarbeit einen rundum schönen Konzertabend bescheren zu können.

Eintrittskarten: 14 Euro; Schüler und Studenten: 7 Euro. Vorverkauf bei Buchhandlung Fischer und Musikstudio Comouth

Hinweis: Wegen Bauarbeiten ist der stadtseitige südliche Eingang zur Zitadelle gesperrt. Zugang ist nur durch das Nordtor via „am Wallgraben“ möglich.

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