Barmen - Hauskonzert bietet abenteuerlich komponiertes Programm

Hauskonzert bietet abenteuerlich komponiertes Programm

Von: Hilde Viehöfer-Emde
Letzte Aktualisierung:
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Elizaveta Panarina und Martin Gramajo beim Hauskonzert in Barmen. Foto: Wolfgang Emde

Barmen. Einen breiten Musikgeschmack sprach das Programm der beiden Musiker Elizaveta Panarina (Geige) und Martin Gramajo (Klavier) an. In der angenehmen und persönlichen Atmosphäre des Hauskonzertes bei der Familie Janknecht in Barmen stellten sich die Künstler mit einem bunten musikalischen Mix aus gefälliger, leichter Musik, Klassik und argentinischem Tango vor.

Der Verein „Kultur ohne Grenzen“ als Veranstalter stellte somit wieder Künstler vor, die in unserem Land leben, deren Herkunft indes sehr unterschiedlich ist. Elizaveta Panarina stammt aus Wladiwostok (Russland), wo sie auch ihr Studium absolvierte und abschloss. Martin Gramajo wurde in Mercedes (Uruguay) geboren, wo er studierte und mit Diplom abschloss. Seine Studien erweiterte er an der Musikhochschule Köln.

Das Programm des Konzertes war mutig, fast abenteuerlich zusammengestellt. In seiner Dreiteilung umfasste es zunächst einige Stücke von Fritz Kreisler, Jules Massenet und Jakob Gade. Kreislers eingängige liedhafte Melodien wurden ergänzt durch bekannte und beliebte Stücke aus dem Repertoire für Geige und eindrucksvolle Musik, die ursprünglich der Stummfilmbegleitung diente.

Caféhaus-Atmosphäre kommt an

Die Musik schuf in ihrer Darbietung eine Caféhaus-Atmosphäre, die bei den Zuhörern gut ankam und eine angemessene Basis für die folgende gesellige Pause schuf.

Nach der ersten Pause erklang die „Frühlingssonate“, die Sonate F-Dur für Klavier und Violine von Ludwig van Beethoven. Die unbeschwerte Atmosphäre ihrer vier Sätze fügte sich in das heitere Nachmittagsprogramm. Klanglich angenehm und ausdrucksstark in der Violine, gelang das Adagio molto espressivo, während es den anderen Sätzen durch das eher energische Spiel an lyrischer Klangschönheit und Feinheiten fehlte. Auch im Klavier fehlte die Unbekümmertheit, Zartheit und Leichtigkeit, die für dieses Werk von Beethoven so charakteristisch ist.

Einen starken Kontrast bot der dritte Programmteil mit Tangos verschiedener Komponisten. Martin Gramajo, der auch durch das Programm führte, merkte der Zuhörer seine Begeisterung und seine Leidenschaft für die Musik seiner Heimat an.

Das temperamentvolle Spiel der beiden Musiker überdeckte leider die Feinheiten des Tangos, der von wechselnder, ansteigender Dynamik und Leidenschaft lebt. Trotzdem entließen sie ein begeistertes Publikum, das gut unterhalten wurde und begeistert applaudierte.

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