Jülich - Hausgeburt im Jülicher Zoo: Zwei gefiederte Muttkrate

Hausgeburt im Jülicher Zoo: Zwei gefiederte Muttkrate

Von: maho.
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Vater Storch und die beiden Jungtiere, die in einem Nest innerhalb des Brückenkopf-Zoos zur Welt kamen. Foto: Horrig

Jülich. Man sieht sie mittlerweile immer öfter, versteckt zwischen Ästen und grünem Laub. Die zwei jungen etwa fünf Wochen alten Weißstörche im Zoo des Brückenkopf-Parks Jülich beginnen nun eifrig, ihre langen Hälse aus dem Nest zu strecken oder stellen sich ab und zu auch schon mal auf.

Das Gefieder der Jungvögel ähnelt schon fast dem der beiden Eltern, die abwechselnd für reichlich Futter sorgen.

Zoobesucher beobachten die großen Vögel in ihrem stetig wechselnden Landeanflug auf das Nest. Weißstörche kann man in fast ganz Europa sehen. Sie gehören zu den Zugvögeln und überwintern in Afrika. Der Schnabel und die Beine sind leuchtend rot. Die Vögel messen ungefähr 1,10 m und haben eine Flügelspannweite von rund 2,20 m. Im Aussehen unterscheiden sich Weibchen und Männchen nur in der Größe und im Gewicht. Das Storchenpaar im Brückenkopf-Zoo suchte sich ein bereits im Vorjahr gebrauchtes Storchennest und besserte es in mühevoller Kleinarbeit aus.

Abwechselnd schafften die Tiere passendes Ausbesserungsmaterial herbei, und so entstand das „gemütliche Eigenheim“ für ein Gelege. Während ihrer Balz standen die Tiere im Nest und klapperten synchron. Für einige Zeit teilte sich das Storchenpaar den Baum mit einem Graureiherpaar, das sein Nest eine Etage höher baute, später jedoch nicht weiter nutzte. In der Brutzeit, die etwa 32 Tage betrug, setzten die Vögel ständig ihr Nest instand und polsterten es immer wieder aus. Das „Elternpaar“ brütete das Gelege abwechselnd aus.

Für die Zoobesucher war es immer wieder ein Schauspiel, wenn die Brutablösung ankam und die Begrüßung stattfand. Nach dem Schlupf gilt es, einiges an Nahrung zu beschaffen, um die zwei Jungvögel zu versorgen. Der weibliche Storch hat sich mittlerweile auch an die Zoobesucher gewöhnt. Ohne große Scheu stolziert sie über den Volierenweg und wundert sich, ihr Spiegelbild im Fenster des Nachtstalls der Erdmännchen zu erblicken. Natürlich muss dann kräftig geklappert werden.

„Wir hoffen sehr darauf, dass die Störche bei uns im Zoo heimisch werden“, sagt Zooleiter Henri Fischer.

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