Haus Overbach als Schmiede für junge Trainer

Von: ptj
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Zum ersten Mal am Gymnasium Haus Overbach und erstmals im Kreis Düren wurden sieben DFB-Junior-Coaches an einer Schule ausgebildet. Rechts im Bild ist Sportlehrer Herbert Meier zu sehen, links Wolfgang Speier, Schulfußballbeauftragter des Fußballvereins Mittelrhein. Foto: Jagodzinska

Barmen. Seit einem Jahr ist das Gymnasium Haus Overbach eine von zwölf Ausbildungsschulen im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM). Im Rahmen dieser Kooperation bildete die Institution sieben Schüler im Alter von 16 Jahren, darunter ein Mädchen, zu DFB-Junior-Coaches aus – erstmalig in Haus Overbach und bislang zum ersten Mal im Kreis Düren.

Die neuen Junior-Trainer heißen: Jonas Frohn, Patrick Jagalla, Fabian Maus, Fabian Pungg, Bernado Reinartz, Anna Speier und Max van den Berg. Die 40-stündige Schulung aus 15 Themenblöcken erfolgte als Jahresprojekt direkt an der Schule und wurde vom FVM und der Commerzbank unterstützt und begleitet. Der fußballerfahrene Sportlehrer Herbert Meier warb das Projekt beim FVM und DFB für die Schule ein und führte die Ausbildung selbst durch.

Das Konzept begegnet der großen Herausforderung demografischer Wandel in gleichzeitig ausgedehnter Schulzeit und rückläufigem Ehrenamt. Projektziel sind sowohl die Sicherung des Trainernachwuchses in Deutschland als auch die Förderung des Ehrenamtes. In der Ausbildung geht es nicht nur um sportspezifisches Wissen. Besonderer Wert wird auf die Persönlichkeitsentwicklung der Nachwuchstrainer gelegt, die früh lernen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Zu den Themenblöcken zählen die Grundlagen des Fußballspiels und der Trainingsmethodik oder die Entwicklung einer AG-Stunde genauso wie rechtliche Grundlagen und Fragen, Erste Hilfe und Konfliktmanagement. Zu den Inhalten gehörten ferner ein „Changing-Teams-Turnier“ und die „4-gegen-4-Turnierform“, wichtige Spielformen, wenn es darum geht, die Grundlagen des Fußfalls zu erlernen und zu festigen.

Neben technischen Fähigkeiten kamen auch erste taktische Aufgabenstellungen zur Anwendung. Bei einem Besuch im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Köln informierten sich die angehenden Junior-Coaches über professionelles Jugendtraining und hospitierten in Vereinen in ihrer Umgebung. Pate des Projektes ist Bundestrainer Joachim Löw. Der DFB-Junior-Coach bildet eine neue Säule in der DFB-Qualifizierungspyramide und ebnet den Einstieg als Trainer.

Ein besonderer Vorteil ist, dass 30 von 120 Lerneinheiten für die C-Lizenz anerkannt werden. „Wir sind sehr bestrebt, diese C-Lizenz-Ausbildung hier an der Schule anzubieten“, sagte der ambitionierte Sportlehrer Meier.

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