Weihnachtskiste

Hauptschule Inden hat sich ordentlich herausgeputzt

Von: tm
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Inden/Altdorf. Das laufende Schuljahr geht langsam in seine „heiße Phase”, das kommende wirft seine Schatten voraus.

Die Zeit der Anmeldungen für die weiterführenden Schulen beginnt für Eltern von Viertklässlern und solchen, wo ein Wechsel leistungsbedingt notwendig wird.

Vielerorts bedeutet für Eltern wie Kinder der Wechsel auf die Hauptschule einen „Abstieg”. Nach wie vor kämpft dieser Ausbildungszweig mit seinem Ruf. Dagegen möchte Schulleiter Jürgen Rudig, unterstützt von der Gemeinde Inden, an seiner Einrichtung etwas tun. „Hier wird eine sehr gute Bildung geboten, unsere Schule hat einige Vorzüge gegenüber anderen Schulformen.”

Der Pädagoge verweist mit einigem Stolz auf ein völlig sanierten und neu wirkenden Schulkomplex. „Wir haben seit Jahren sehr viel Geld in die GHS Inden investiert,” unterstützt ihn Bürgermeister Ulrich Schuster.

Herausgekommen ist eine großzügige Anlage mit neuen Außenplätzen, sehr gut ausgerüsteten Fachräumen und einer neuen Innengestaltung. Die etwa 320 Schüler, die zumeist zweizügig bis zur 10. Klasse lernen, werden in Gruppen unterrichtet, deren Stärke 21 nicht übersteigt. Differenzierungen und individuelle Förderungen werden damit einfacher.

Engagiertes Kollegium

„Wir legen Wert darauf, dass innerhalb des Klassenverbandes gefördert wird, was dann den gleichzeitigen Einsatz von mehreren Lehrern erforderlich macht,” betonte Rudig. Mit seinem engagierten Kollegium schafft der Schulleiter das. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation mit der Gesamtschule in Langerwehe, um auch weiterführende Möglichkeiten der Ausbildung zu vereinfachen. „Von diesem System profitieren beide Seiten”, so Rudig.

An der GHS Inden wird Wert auf soziale Verantwortung in der Erziehung gelegt. Die Benutzung der Außenplätze, aber auch die Überwachung der Außentoiletten oder die Pausenaufsicht liegt in der Hand der Schüler. So wird frühzeitig soziales Engagement und Verantwortung geübt.

„Viele wissen nicht, dass sie an der GHS Inden den Realschulabschluss machen können,” klärte der Schulleiter auf. Genauso kann ein Schüler mit einem Jahrespraktikum den Abschluss Klasse 9 schaffen, falls Defizite den Hauptschulabschluss verhindern.

Hohe Übernahmequote

Maßgeblich dafür sei das sehr gute Verhältnis zu den Handwerksbetrieben, die regelmäßig Schüler betreuen. Die Übernahme- und Ausbildungsquote sei sehr hoch.

„Ich wünsche mir, dass aus Vorurteilen Urteile werden,” forderte ein Schulleiter, der bei 700 Hauptschulen im Land NRW noch lange nicht an deren Ende glaubt.
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