Hardrock-Freunde schwelgen bei der Oldienight in Erinnerungen

Von: Jörg Abels
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Sprang wie in den guten alten 70ern wie ein Wirbelwind mit der Gitarre über die Bühne: Slade-Gründungsmitglied Dave Hill (63).

Gürzenich. Wummernde Bassboxen, die selbst das Bier im Becher vibrieren ließen, und harte Gitarrenriffs - die Oldienight am Dürener Badesee war nichts für zart besaitete Zeitgenossen.

Dort, wo in den vergangenen Jahren Sänger wie Chris Andrews oder George McCrae noch sanftere Erinnerungen an die guten alten 70er Jahre weckten, gingen die britischen Altrocker von Sweet und Slade am Samstagabend noch deutlich härter ans Werk als im vergangenen Jahr die Rockröhre Suzie Quatro.

Vielleicht war das ein Grund, warum im Vergleich zu früheren Jahren mit rund 2200 Besuchern nicht ganz so viele Musikliebhaber die Kasse passierten, um in der einzigartigen Atmosphäre des Sees noch einmal in Jugenderinnerungen zu schwelgen.

Nach der gewohnt abwechslungsreichen Einstimmung durch die Jülicher Coverband Stingray, die einen Streifzug durch die musikalisch sehr abwechslungsreiche Welt der 70er und 80er Jahre unternahm, war britischer Glam- und Hardrock am Badesee angesagt. Schon mit den ersten Klängen der großen Sweet-Hits klatschten die Hardcore-Fans direkt vor der Bühne begeistert die Hände über ihren Köpfen zusammen. Und die Rocker auf der Bühne um Gitarrist Andy Scott, dem letzten verbliebenen Bandmitglied aus der großen Zeit der Band, servierten dem Publikum mit vollem Einsatz viele der großen Nummer-Eins-Hits, angefangen bei „Co-Co” über „Pappa Joe” und „Love ist like Oxygen”, das die Musiker zu langen Soli nutzten, bis zur Zugabe mit „The Ballroom Blitz”.

So richtig in den Magen fuhren die Bässe anschließend beim Auftritt von Slade, getreu ihrem Hit „Come on feel the noize” aus dem Jahr 1973. Wie in jungen Jahren wirbelte Gitarrist Dave Hill, mit Schlagzeuger Don Powell Slade-Mitglied der ersten Stunde, bei Liedern wie „Far, far away” über die Bühne, während der 2005 zur Gruppe gestoßene Sänger Mal McNully mehr im Hintergrund agierte. Wie zuvor Sweet ließen Slade den Badesee gut anderthalb Stunden erbeben.

Während das Gros der meist älteren Besucher mit ihren Idolen der Jugendzeit bei bestem Open-Air-Wetter feierte und nur wenige vor den letzten Tönen das Gelände verließen, blickte Badeseechef Richard Müllejans vom Dürener Service Betrieb schon einmal in die Zukunft. Die erfolgreiche Serie der Oldienights würde er nur zu gerne im kommenden Jahr mit weiteren Hochkarätern der 70er und 80er Jahre fortsetzen: Namen wie Rod Stewart oder Kool and the Gang schwirren Müllejans schon seit längerem durch den Kopf - Künstler, die sicher auch wieder mehr Besucher anlocken dürften als Sweet und Slade, die eher ein spezielles Publikum ansprechen.
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