Rurdorf - Hans-Peter Kempen ist seit 40 Jahren Rurdorfer Krippenbaumeister

Hans-Peter Kempen ist seit 40 Jahren Rurdorfer Krippenbaumeister

Von: Kr.
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Wird zur Christmette am Sonntag enthüllt: die Krippe 2017 in der Rurdorfer Kirche. Foto: Kròl
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Mit Geduld, Phantasie und fundiertem Fachwissen gestaltet Hans-Peter Kempen seit nunmehr 40 Jahren die Weihnachtskrippe in der Rurdorfer Pfarrkirche. Foto: Kròl

Rurdorf. „Uns ist die Perspektive gut gelungen, so schön war die Krippe noch nie“, freut sich Hans-Peter Kempen über das gelungene Werk, an dem er mit seinem Helferteam rund vier Wochen gewerkelt hat. Seit nunmehr 40 Jahren baut er mit viel Kreativität und Liebe zum Detail in der St. Pankratius Kirche Rurdorf die Weihnachtskrippe auf.

In den ersten Jahren tat er das ganz allein, und mittlerweile hat er ein fünfköpfiges Helferteam an seiner Seite.

Von Anfang an zeigte sich die Rurdorfer Krippe alljährlich in einem neuen Bild und lockt stets zahlreiche Besucher aus der Region an. Bis zum Heiligen Abend ist die Krippe verhüllt und erst zur Christmette am Sonntagabend um 18.30 zeigt sie sich in ihrer ganzen Pracht. Auf mehr als 20 Quadratmetern entfaltet sich die figürliche Darstellung der Geburt Christ in Bethlehem.

Über 30 geschnitzte Figuren, die größten 60 Zentimeter hoch sind im Stall und der Berglandschaft zu bewundern. Wie in der Malerei ist die Perspektive des kleinen Kunstwerkes so ausgerichtet, dass die Figuren und Objekte, im Hintergrund immer kleiner werden, um so die Raumtiefe hervorzuheben. „Wie man mit Perspektiven arbeitet, habe ich vor Jahre in Bergamo gelernt. Die Kastenkrippen, die in Südtirol gebaut werden, haben eine Raumtiefe, die einmalig ist“, erklärt er.

Mit den Jahren ist die Krippe immer mehr verfeinert worden. So gibt es mittlerweile Tag-Nacht-Licht mit Zufallsgenerator, es gibt ein sich drehendes Mühlrad, einen Wasserfall und einen Bachlauf. An der Mechanik ist viel getan worden, es gibt sogar Schafe, die sich bewegen. „Die Gemeinde hat uns toll unterstützt, nur mit ihren Spenden konnten wir dies alles hier durchführen und auch noch die große Außenkrippe vor der Kirche installieren“, sagt Hans Peter Kempen.

Besonderes Augenmerk gilt der Landschaft. die sehr natürlich wirkt. Hier merkt man, dass sich hinter Hans Peter Kempen ein erfahrener Krippenbaumeister verbirgt, der 1984 in Innsbruck seine Meisterprüfung abgelegt hat. Sein großes Fachwissen hat er in etlichen Krippenbaukursen weitergegeben.

Wenn man ihn fragt, was ein guter Krippenbauer mitbringen sollte, sagt er: „Drei Dinge sind wichtig, eine tiefe Liebe zur Sache, unendlich viel Geduld und eine ausgedehnte Phantasie.“

Hans Peter Kempen gehört dem Vorstand des Weltverbandes der Krippenfreunde UN-FOE-PRAE (Universalis Foederatio Praesepistica) an, er wurde vor einigen Jahren vom UN-FOE-PRAE mit einer Medaille und Ehrenurkunde bedacht.

Diese Auszeichnung wird längst nicht jedem zuteil, nämlich immer nur fünf Krippenbauern bei den Weltkongressen mit Teilnehmern aus 20 Nationen.

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