Hannelore Kraft lernt Jülicher Supercomputer kennen

Von: jan
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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (2.v.l), hatte viele Fragen, die Jülicher Forscher gaben viele Antworten. Foto: Jansen

Jülich. Die Ministerpräsidentin wollte aufgeklärt werden. „Jetzt müssen Sie noch mal genau sagen, was da gemacht wird“, wünschte sich Hannelore Kraft beim Besuch im Forschungszentrum Jülich. Und sie hat diesen Satz mehrfach gesagt, als die Forscher ihr mit Vorträgen erklärten, warum JUQUEEN und die anderen Superrechner so wichtig für ihre Arbeit sind.

Kraft hat ihre Antworten bekommen. Was sie vermutlich längst wusste, war, dass JUQUEEN immer noch der leistungsstärkste Computer in Deutschland ist, mit sechs Billarden Rechenoperationen pro Sekunde. Das entspricht einer Kapazität von 100.000 handelsüblichen Computern. Professor Thomas Lippert, der Leiter des Jülicher Supercomputer-Zentrums, sagte, dass gerade die Planungen laufen, wie JUQUEEN bis 2017 ersetzt werden kann mit einem energetisch besseren System.

Dann schilderte Professor Ka­trin Amunts die Bedeutung des Superrechners für die Medizin. „Davon, ein menschliches Gehirn komplett zu erfassen, sind wir noch weit entfernt“, sagte sie. Für die Denkzentrale einer Maus reiche die Rechnerleistung aber schon. „Natürlich können wir auch da noch kein soziales Verhalten simulieren.“ Der Vorteil von schier unendlicher Rechnerleistung ist beispielsweise Big Brain, das große Gehirn, das im Rechner aus 7400 Gewebeschnitten zusammengesetzt wird. Die Diagnose von Krankheiten soll so einfacher und präziser werden.

Dr. Lukas Arnold schilderte, wie JUQUEEN dabei hilft, Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen zu erstellen. Viele Menschen, die auf verschiedene Reize unterschiedlich reagieren, ergeben eine enorme Datenmenge, die nur in Jülich bewältigt werden kann. Die Simulation am Supercomputer werde laut Lippert nach der Theorie und dem Experiment immer mehr zum wissenschaftlichen Standbein. Am Ende zollte Lippert der Ministerpräsidentin Respekt. „Sie ist drin im Thema und hat teilweise so präzise nachgefragt, dass wir ins Schwimmen gekommen sind.“

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