Hanaus Doppel läutet zweite Liga für TTC ein

Von: Jörg Sauer
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Schlug sich achtbar gegen den deutschen Rekordnationalspieler Jörg Rosskopf: Marcos Freitas verlor am Ende 1:3. Im Abstiegskampf unterlag der TTC Indeland Jülich gegen die TG Hanau mit Foto: Günther Krol

Jülich. Die Deutsche Tischtennis Liga scheint in diesem Jahr wie verhext. Nach der 2:3-Heimniederlage im Abstiegsduell mit der TG Hanau rangiert der TTC Indeland Jülich mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Play-Off-Plätze auf dem letzten Platz.

Es scheint bei vier ausstehenden Spielen noch alles möglich, doch der TTC muss wohl trotz aller Achtungserfolge seinen Blick langsam aber sicher gen zweite Liga richten.

„Das war bitter”, kommentierte TTC-Chefcoach Johannes Dimmig die Niederlage. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Meine Jungs haben sich achtbar geschlagen. Doch im Schlussdoppel hatten wir keine Chance. Das Hanauer Doppel hat einfach wie aus einem Guss gespielt.”

Kein Wunder, immerhin stand der ehemalige Doppel-Weltmeister Jörg Rosskopf an der Seite des jungen Patrick Franziska dem Jülicher Duo gegenüber. Und dabei taktierte Dimmig bereits vor Beginn der Partie mit Blick auf dieses Match. Jülichs Trainer bot seinen Spitzenspieler Yang Zi nur an Position Zwei auf, damit er an der Seite von Filip Szymanski ins Schlussdoppel eingreifen konnte.

Doch zunächst zu den Einzeln: Gleich zu Beginn schlug sich Marcos Freitas achtbar gegen den einstigen Jülicher Rosskopf. Mit ein bisschen Glück und ohne die diversen strittigen Schiedsrichterentscheidungen hätten Freitas den deutschen Rekordnationalspieler mit 3:0 bezwingen können.

Aber nach dem erfolgreichen ersten Satz begann auf Jülicher Seite das große Hadern. Der Unparteiische monierte Freitas´ Aufschlag und zog dem Portugiesen Punkte ab. Rosskopf hatte in den entscheidenden Situationen Glück und Freitas vergab in den folgenden beiden Durchgängen fünf Satzbälle; wohlgemerkt die Satzbälle 3, 4 und 5 hätten schon Matchbälle sein können. Freitas verlor schließlich mit 1:3.

Normalerweise hat Yang Zi seine liebe Not mit Abwehrspielern, diesmal sprang er über seinen Schatten und schlug den Defensiven Ruwen Filus in drei Sätzen. Yang scherzte: „Was für eine Überraschung! Ich habe mal einen Abwehrspieler geschlagen.” Und dabei begann der Tag für Yang alles andere als glücklich. Jülichs Asiate konnte den Kopf nicht mehr bewegen und musste zwei Stunden vom Physiotherapeuten behandelt werden.

Filip Szymanski schlug sich gegen Steffen Mengel ordentlich. Man sah jedoch deutlich, dass es noch einiger Fortschritte bedarf um in der DTTL mithalten zu können. Freitas hingegen befindet sich in Topform und spielt wohl die beste Saison seiner jungen Karriere. In seinem zweiten Einzel bekam dies Ruwen Filus zu spüren. Freitas, der an Position Eins spielte, füllte die Rolle des Leaders wie ein alter Fuchs aus. Nach einem 0:1-Rückstand gewann er die beiden folgenden Sätze in der Verlängerung und am Ende mit 3:1.

Hanaus glorreiches Doppel gab nach den ausgeglichenen Einzeln am Ende den Ausschlag und könnte nach über 30 Jahren Erstligazugehörigkeit für Jülich den Gang in die zweite Liga eingeläutet haben.
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